Im Social Web erfolgreiche Kampagnen führen - 7 Tipps von Yahoo! Deutschland

Durch Social Media entstehen für Unternehmen völlig neue Kanäle der Kommunikation mit Kunden und Interessenten. Dennoch werden diese Möglichkeiten längst nicht ausgeschöpft. Firmen erwarten zu häufig konkret abrechenbare Erfolgszahlen. Wie können nun die Methoden im Social Web aussehen? Das Unternehmen Yahoo! plaudert aus seinem Erfolgsportfolio.

Daniel Eiba, Director of Monetization and Strategic Partnerships Yahoo! Communities, erklärt, warum das Social Web für Werbetreibende enormes Potenzial hat, wie man Risiken erfolgreich umschifft, die Community einbinden und für sein Produkt oder seine Marke mobilisieren kann.

  1. Interagieren und moderieren
    Soziale Netzwerke bestehen strukturell aus Kommunikation. Statt Informationen nach dem Push-Prinzip zu senden und die Nutzer im Social Web mit undifferenzierter, manchmal sogar penetranter Werbung zu belästigen, müssen die Werbetreibenden lernen, den Dialog anzustoßen und zu moderieren.
  2. Kampagne entlang der Wertschöpfungskette managen
    Social Media-Kampagnen erfordern zusätzliche Ressourcen bei Agenturen und Kunden, denn es genügt nicht, einen Dialog lediglich anzustoßen. Es ist von entscheidender Wichtigkeit, Moderatoren zur Hand zu haben, die mit den Zielen der Kampagne und den Produkten bzw. Diensten vertraut sind, nicht nur um die Inhalte kontinuierlich zu moderieren sondern z.B. auch um auf Fragen der Community zu reagieren.
  3. Privatsphäre und Urheberrechte schützen
    Eine Community lebt durch ihre Nutzer. Nur wenn ihre Interessen gewahrt und ihre Privatsphäre und Urheberrechte geschützt bleiben, können nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen. Ein ausgefeiltes Rechtemanagement und Lizensierungsmodelle wie etwa die Creative Commons-Lizenz, wie sie Flickr verwendet, sind damit die Basis für erfolgreiche Monetarisierung.
  4. Anreize schaffen & Werte achten
    Für Werbetreibende und ihre Agenturen gilt, dass sie nur dann Erfolg haben können, wenn sie die Regeln und Werte der jeweiligen Community respektieren und für sie Anreize schaffen, die zum Engagement und zur Interaktion anregen. Unserer Erfahrung nach dürfen diese Anreize durchaus lediglich in einer inhaltlichen Herausforderung liegen, können aber durch Preise und Gewinnspiele ergänzt werden.
  5. Die richtige Zielgruppe wählen
    Social Media bietet die Chance, mit genau definierten Zielgruppen in Verbindung zu treten. So finden sich beispielsweise unzählige Gruppen von Gleichgesinnten mit einem klaren und offen bekundeten Interesse, einem gemeinsamen Hobby oder der gleichen Meinung.
  6. Querdenken
    Kreativität ist gefordert, denn abgedroschene Konzepte halten der Auseinandersetzung mit der Community nicht stand und wecken kein Interesse. So setzt Yahoo! mit ‘Science, Art and Scale’ neben ausgereiften Technologien und Reichweite auf kreative, unkonventionelle Werbelösungen- und das auch im Social Web.
  7. Vergessen Sie klassische Performance-Messzahlen.
    Eine erfolgreiche Kampagne profitiert von Netzwerkeffekten – das heißt positiven Multiplikatoren -, die sich nicht nur mit Click-through-Zahlen bewerten lassen, sondern einer Marke neue Fans verschaffen, die sich mit dieser identifizieren und die Botschaft weiter in das Netzwerk hinaustragen. Im Social Web gilt klar der Grundsatz: Klasse statt Masse – oder anders formuliert: Masse folgt Klasse.

Einige Nutzerzahlen untermauern, dass die Social Media Nutzung längst ein Massenphänomen ist.

Facebook: 16,2 Mill. aktive deutsche Nutzer
Flickr: 3,6 Mill. deutsche Nutzer

Soziale Netzwerke erreichen in Deutschland 79,4% aller Online Nutzer, Facebook erreicht 58,1%.

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Veröffentlicht am 30. März 2011 von Klaus Patzwaldt.
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