Wer “schlecht” ist, soll zukünftig davon nicht auch noch auf Google profitieren. Die Suchmaschine hat in den vergangenen Tagen seinen Algorithmus angepasst und will nun alle Links und Bewertungen, die ein Shop nur deshalb bekommt, weil ein Kunde über ihn schimpft, als Negativ- und nicht mehr als Positiv-Faktor im Google-Ranking bewerten.

Being bad to your customers is bad for business
Eine große Zahl von Backlinks gilt als eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Google-Optimierung. Dies führte freilich auch zu unschönen Linkbuilding-Strategien. Wenn etwa ein Shop miesen Service bietet, werden sich Kunden bei Bewertungsportalen darüber beschweren – inklusive Link. Kürzlich erschien dazu ein Artikel in der New York Times, in dem ein Shop präsentiert wurde, dessen Konzept war, mit möglichst vielen negativen Bewertungen auf möglichst vielen Bewertungs-Portalen zu erscheinen. Und das bisher offenbar recht erfolgreich.
Google nahm sich das zu Herzen und will nun seinen Algorithmus derart verändert haben, dass negative Bewertungen erkannt und sich nicht mehr günstig auf die Positionierung auswirken. Dies soll völlig automatisch erfolgen – wie genau, wollen die Suchmaschinenbetreiber natürlich nicht verraten. Eine reine Stimmungs-Messung, wie sie von einigen Social Media Analysen vorgenommen wird, wird es jedoch nicht sein. Und es ist damit zu rechnen, dass der Algorithmus noch unvollständig und keinen wirklich großen Einfluss auf das Ranking hat. Andernfalls wäre es ja in Zukunft möglich, seinen Konkurrenten mit schlechten Bewertungen zu schaden. Das aber kann nicht das Ziel von Google sein.
Und eigentlich ist das für nachhaltige Shop-Betreiber nichts neues:
Schlechter Service, schlechtes Geschäft – guter Service, gutes Geschäft.
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Steinmann
21. Dezember 2010 um 16:16Das finde ich gut. Kann ja nicht angehen, dass man auf diese Weise seine Marktposition verbessern kann. Auch wenn ich mir das nicht als Intelligenteste Strategie vorstellen kann. Ich denke, dass Bewertungen und Likes in Zukunft so oder so viel genauer von Suchmaschinen untersucht werden müssen. Sie stellen ja möglicherweise den PageRank in ein paar Jahren dar, kann ich mir vorstellen.
Interessante Neuigkeit!
Viele Grüße,
Raphael Steinmann