10 Tipps für eine erfolgreiche Instagram Marketing Strategie

„Instagram ist doch höchstens gut fürs Image – mehr nicht.“ Diesen Satz hört man oft, wenn es in Unternehmen darum geht, neue Plattformen zu erschließen. Recht haben sie! Aber was ist denn gegen Imagepflege einzuwenden? Zwar lassen sich auf Instagram (noch) keine Leads und damit nur indirekt Umsatz generieren, aber in sozialen Netzwerken geht es eben auch darum, eine Community aufzubauen und potenzielle Kunden an die eigene Marke zu binden. Wir haben für Unentschlossene, Skeptiker, aber auch Insta-Fans einen Instagram Marketing Guide mit 10 Tipps zusammengestellt.

1. Findet eure Marke bereits auf Instagram statt?

Falls ihr noch keinen eigenen Firmenaccount besitzt, solltet ihr nicht einfach loslegen, ohne vorher gründlich recherchiert zu haben. Ein Argument, um mit seinem Unternehmen selbst auf Instagram aktiv zu werden ist, wenn die Marke bereits Thema unter den Usern ist. Stellen wir uns doch einmal vor, ihr stellt hochwertige Energie- bzw. Sportlernahrung her. Höchstwahrscheinlich tummeln sich unter den weltweit über 700 Millionen Instagram-Usern auch einige eurer Kunden, die vielleicht schon über die Plattform kundtun, dass eure Proteinriegel die besten sind.

Wie ihr das herausfindet? Hashtag-Recherche! Ja, nach den richtigen Hashtags zu suchen bedeutet Arbeit, die essentiell für euer Marketing ist. Wird euer Firmen- oder der jeweilige Produktname noch nicht als Hashtag verwendet, heißt das noch nicht, dass eure Produkte auf Instagram nicht stattfinden. Sucht nach verwandten Begriffen – in unserem Beispiel werdet ihr in den Bereichen Sport und Ernährung mit den jeweiligen Hashtags fündig. Werden eure Produkte bereits von verschiedenen Usern gelobt, ist das ein gutes Zeichen, dass sich ein eigenes Profil lohnen könnte, denn offensichtlich besteht bereits Interesse an eurer Marke. Das macht den Start um einiges leichter.

2. Die richtigen Motive

Instagram ist vor allem ein visuelles soziales Netzwerk. Deswegen müsst ihr mit guten Fotos überzeugen. Gut heißt in diesem Fall nicht zwingend, dass ihr nun einen Fotografen für großartige Produktfotos engagieren müsst. Euer Content muss gut im Sinne von „für eure Zielgruppe interessant“ sein. Klar, qualitativ hochwertige Fotos finden auf Instagram großen Anklang – mehr als in jedem, anderen sozialen Netzwerk, aber es gibt genügend Unternehmen, die beweisen, dass auch vergleichsweise „schlechte“ Motive User ansprechen können. Eure Fotos sollten also hochwertig oder zumindest authentisch sein. Im besten Fall erreicht ihr mit euren Posts beides.

Instagram

Während bei Balea vor allem die Produkte im Vordergrund stehen und auch Fotos von Usern gerepostet werden, setzt Nikon auf das, was die Produkte der Marke können – wunderschöne Fotos aufnehmen. Auch hier setzt man mitunter auf User generated Content. / Foto: Screenshots Instagram

Wichtig ist, dass eure Posts eine Geschichte erzählen. Die Firma Deuter zeigt, wie Storytelling über Instagram funktionieren kann. Der Rucksackhersteller postet großartige Aufnahmen und stellt die verschiedenen Modelle als den „ständigen und zuverlässigen Begleiter“ dar und begeistert somit viele Reise-Blogger auf Instagram. Mit der richtigen Geschichte hinter euren Motiven findet ihr also die richtige Zielgruppe und eure eigene Community.

3. Eigener und User generated Content

Wie auch Deuter müsst ihr, wenn ihr eure Community gefunden habt, nicht mal immer selbst für euren Content sorgen. Für Instagram-User bedeutet ein Repost der Marke nämlich sowas wie ein Ritterschlag. Wichtig dabei: Eine Repost-Funktion gibt es auf Instagram so nicht. Deswegen solltet ihr mit den Usern Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob ihr ein bestimmtes Foto nutzen dürft, um es auf eurem Profil zu posten.

Instagram

Das Klamotten-Label Fuchsteufelswild ist ein Paradebeispiel für Interaktion mit der eigenen Community. Mit solchen Reposts und Markierungen hat sich das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit eine hohe Reichweite erarbeitet und viele Fans gewonnen. / Foto: Screenshot Instagram

So schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe, denn zum einen müsst ihr euch nicht selbst um Content kümmern und zum anderen bindet ihr dadurch User und Kunden an eure Marke. Natürlich bietet es sich in diesem Fall an, den User, von dem das verwendete Bild stammt, direkt im Post zu grüßen und zu markieren. Er freut sich über den Support der Marke und wird es seinen Instagram Followern erzählen. So steigt eure Reichweite und die Interaktion mit eurer Community.

4. Liken, statt nur geliket werden

Fotos posten und auf Likes warten ist nicht gerade eine Strategie. Ihr solltet über euer Unternehmensprofil auch selbst Beiträge, die mit den Marken- oder Produkt-Hashtags versehen sind, liken. Auch das symbolisiert eine Form der Anerkennung des Users durch die Marke selbst. Ihr gebt damit also ohne großen Aufwand etwas zurück und zeigt Nähe zum Kunden. Auch das gehört zum Instagram Marketing.

5. Erzählt Instagram Stories

Das vergangenen Herbst eingeführte, von Snapchat adaptierte Format findet bereits 200 Millionen Nutzer auf der ganzen Welt. Die kurzen Videoclips oder Fotos, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden, sind ein gutes Mittel, um seinen Instagram Followern und Fans zu huldigen – schließlich wollt ihr ja nicht nur einen User mit einem Repost glücklich machen. Damit ihr nicht alle 5 Minuten einen neuen Post mit dem User generated Content absetzen müsst, bieten sich die Instagram Stories an, um gleich mal 10 User-Bilder mit euren Produkten abzufrühstücken.

Nicht vergessen: Ihr könnt den jeweiligen User in den Fotos verlinken, was eure Interaktion und damit eure Reichweite erhöht.

6. Die richtigen Hashtags

Nun haben wir schon so viel über Hashtags geschrieben, dass ihr gemerkt haben dürftet, dass diese enorm wichtig sind. Hashtag funktioniert über die Schlagwörter mit der Raute. Deswegen ist die Recherche nach den passenden Hashtags zum jeweiligen Post eine Aufgabe, für die ihr euch Zeit nehmen solltet. Es gibt besonders erfolgreiche Hashtags (z.B. #tbt; steht für throwbackthursday und wurde in über 300 Millionen Posts für Erinnerungen genutzt) und weniger erfolgreiche, gesperrte oder auch eigene Hashtags.

Hashtag

Die Hashtags sind der Antriebsmotor für eure Reichweite auf Instagram. / Foto: iStock/CurvaBezier

Adidas prägte 2015 für eine Kampagne beispielsweise den Hashtag #therewillbehaters, der auch heute noch mit den Produkten des Sportartikelherstellers verbunden wird. Zugegeben, das ist schon ein Sonderfall, denn normalerweise ist die Halbwertszeit eines erfolgreichen Hashtags kürzer. Deswegen ist die Hashtag Analyse wichtig, denn Trends kommen und gehen, und somit auch die Hashtags. Eine gesunde Mischung, aus viel verwendeten Hastags, die zum Thema des Posts passen und Hashtags mit kleinerer Reichweite ist ein guter Weg, denn wer nur Hashtags, die millionenfach genutzt werden, verwendet, muss logischerweise mit Millionen anderer Posts konkurrieren und wird schneller übersehen.

Wichtig: Eure Hashtags sollten immer zum Post passen. Einige Hashtags könnt ihr sicherlich bei jedem Post nutzen. Das beste Beispiel dafür ist euer Markenname, den ihr immer verwenden solltet. Andere sollten auf das Motiv und die Zeit des Posts (Uhr- bzw. Jahreszeit) angepasst werden. Bis zu 30 Hashtags sind so pro Post möglich.

7. Eigene Community vs. Teil einer bestehenden werden

Euer Markenname taucht unter den Hashtags nicht auf? Dann könnte es sein, dass eure Produkte in Zusammenhang mit anderen Hashtags genutzt werden. Das bedeutet wiederum, es gibt eine Community, die jedoch nicht auf eure Marke, sondern auf ein Hobby oder andere Aktivität fixiert ist. In diesem Paralleluniversum kommen jedoch eure Marke und eure Produkte ebenfalls vor.

Aus diesem Grund solltet ihr ganz genau recherchieren, wo euer Platz auf Instagram sein könnte und eure Strategie darauf zuschneiden.

8. Call to Actions

Spätestens seitdem Instagram einen eigenen Algorithmus eingeführt hat, spielt eure Interaktion eine große Rolle, um im Newsfeed der User zu landen. Eure Interaktion sollte sich also nicht auf Postings und das Liken anderer Beiträge beschränken. Fordert eure Follower und auch andere User auf, Fotos mit euren Produkten zu posten. Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

Instagram GIF - Find & Share on GIPHY

Ihr verkauft Schuhe? Dann lasst andere User Fotos von einem bestimmten Paar beim Auspacken machen. Ihr verkauft Bürobedarf? Warum sollen eure Fans dann nicht einmal ein Foto von ihrem Büro oder Schreibtisch posten? Die User setzen euren Marken-Hashtag und schon werden eure Produkte und eure Marke verbreitet.

9. Influencer

Call to Actions funktionieren natürlich auch auf professioneller Basis. Wer noch nicht oder noch nicht lange mit seiner Marke auf Instagram unterwegs ist, kann von Usern mit deutlich mehr Reichweite profitieren. Auch hier heißt erst zuvor wieder: Recherche! Viele User, die sich in sozialen Netzwerken herumtreiben, nennen sich heutzutage Influencer.

Influencer

Influencer haben eine beachtliche Reichweite und viele Fans. Als Trendsetter können sie auch Unternehmen zu einer größeren Reichweite verhelfen. / Foto: iStock/jakubzak

Ihr solltet einen echten Markenbotschafter finden, der eure Produkte kennt und bereits benutzt. Somit könnt ihr sicher sein, dass ihr dabei gut wegkommt und ihr tatsächlich von Posts des Influencers profitiert. Wie die Kollaboration im einzelnen aussieht, solltet ihr genau klären. Bekommt der Influencer zuvor Produkte von euch zur Verfügung gestellt? Sorgt er selbst für den Content oder liefert ihr ihm Motive zu reposten? Diese Fragen solltet ihr klar beantworten können.

10. Events

Instagram findet nicht nur auf dem Smartphone statt. Für einige Branchen bieten sich Events an, um die Community aufzubauen oder zu stärken. Wer Wanderschuhe verkauft, könnte einige, ausgewählte Instagrammer auf eine Wanderung einladen. Neben den Wanderschuhen natürlich mit dabei: das Smartphone. Die Instagrammer werden einige Posts von der Wanderung absetzen und damit wiederum andere User inspirieren, ähnliche Motive zu fotografieren.

Fazit

Bevor ihr Instagram als reine Poliermaschine für’s Image abstempelt, solltet ihr genau checken, was das soziale Netzwerke für euch und eure Marke genau tun kann. Hier erschließt ihr neue Zielgruppen, zeigt Nähe zum Kunden, tretet mit ihm direkt in Kontakt und erhöht eure Reichweite. Um eine gezielte Strategie auszuarbeiten, kann professionelle Beratung jedoch nicht schaden. Wir haben da mal etwas vorbereitet 🙂

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

Wie ist deine Meinung?

Bekannt aus: