Accelerated Mobile Page (AMP): liefert Google ein Must-have 2017?

„Mobile first!“ So heißt Googles Ansage seit Ende vergangenen Jahres. Natürlich verkündet der Internet-Riese so eine Neuigkeit nicht ohne mit einem entsprechenden Angebot für Webmaster um die Ecke zu kommen. Accelerated Mobile Pages (AMP) sind seither in aller Munde, dennoch hat sich nur bei einem Bruchteil der Websites bislang etwas verändert. Dabei bieten AMP’s klare Vorteile. Wir zeigen euch, wer über einen Wechsel zur von Google gehosteten mobilen Optimierung nachdenken sollte.

Vor kurzem haben wir euch mit den Progressive Web Apps (PWA) eine Alternative für euren Webauftritt gezeigt, über die künftig wohl noch öfter gesprochen wird. Accelerated Mobile Pages sind eine Alternative von Google, die Websites möglichst einfach für die mobile Nutzung optimieren sollen.

Was sind AMP’s?

Accelarated Mobile Page ist letztlich ein Framework von Google, um die eigene Website relativ einfach für mobile Endgeräte ready zu machen. Websites, die mit dieser Open-Source-Lösung auf HTML-Basis optimiert werden, laden auf mobilen Geräten schneller, was so ziemlich der wichtigste Punkt für eine mobile Website ist, damit User sich überhaupt mit ihr beschäftigen. Um diese Lösung bei den Webmastern voranzutreiben, hat sich Google natürlich eine Belohnung für die, die mitmachen überlegt. AMP’s werden in der Trefferliste der Googlesuche entsprechend markiert („AMP“). Das News-Karussell in der mobilen Google-Suche ist sogar ganz für AMP’s reserviert.

AMP's werden in der Google-Suche mit einem Blitz-Symbol markiert. / Screenshot

AMP’s werden in der Google-Suche mit einem Blitz-Symbol markiert. / Screenshot

Wie funktionieren AMP’s?

Zunächst wird eine abgeschlacktere Kopie der eigentlichen Website erzeugt. Für diese Kopie stellt Google ein JavaScript zur Verfügung, dass integriert wird. Wichtig ist der richtige Viewport, der spezielle CSS-Code und der Hinweis im Quellcode  auf die Standard-Website(Canonical). Das JavaScript von Google krallt sich den Content der Website ohne Logos, Sidebars, Menüs usw.. Somit wird die Auslieferung der optimierten Seite extrem schnell. Hört sich nach einer komplizierten Installation an…

Wie installiert man eine AMP?

Dabei ist die denkbar einfach. Nachdem ihr eine Kopie der Website erstellt habt, fügt ihr eurem HTML-Code einfach den amp-Tag hinzu (<html amp>). Dann wird der schon angesprochene Canonical-Link eingefügt, damit Google die Kopie eurer Website nicht als Duplicate Content wertet (<link rel=“canonical“ href=“https://systems.inside-intermedia.de/magento-sicherheits-updates-einspielen-installieren“ />).  

Den korrekten Viewport bettet ihr wie folgt ein: <meta name=„viewport“ content=„width=device-width,minimum-scale=1,initial-scale=1“>. Er sorgt für die mobile Optimierung der Website. Nachdem ihr noch einige Styles implementiert habt, kommt das Herzstück eurer AMP – das Google-JavaScript: <script async src=„https://cdn.ampproject.org/v0.js“></script>.

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Anschließend könnt ihr eure neue Website aufrufen und testen, ob alles funktioniert und überprüfen, ob sie auf eurem Smartphone oder Tablet wirklich schneller lädt, als die Desktop-Version. Wenn das nicht der Fall ist, heißt das nicht, dass ihr einen Fehler bei der Installation gemacht habt. Schaut erstmal, ob ihr JavaScripte in eurem Browser aktiviert habt. Nur so kommt der entscheidende Vorteil der AMP, die schnelle Ladezeit, zum Vorschein. Noch einfacher wird es übrigens bei Webauftritten auf WordPress-Basis. Hier genügt es, das offizielle Plugin herunterzuladen und zu installieren.

Fazit

Mit relativ wenig Aufwand lässt sich also die eigene Website zu einem mobilen Hit machen. Hört sich nach der idealen Lösung für jede mobile Unternehmens-Website an. AMP’s bieten jedoch nicht nur Vorteile. Das Framework ist bisher sehr textbasiert. Videos, Pop-ups, Sidebars oder Bilder, die durch einen Tab vergrößert werden sollen, werden noch nicht unterstützt – quasi alles, was eure Desktop-Website interessant und aufregend macht. Dennoch könnt ihr damit den Grundcontent eurer Website blitzschnell auf die mobilen Endgeräte eurer User bringen und sichert euch einen markierten und prominenten Platz in den Ergebnissen der Google-Suche. Eine Variante, über die man zumindest nachdenken sollte, denn der Aufwand hält sich in Grenzen und die Website ist ready to mobile.

 

Beitragsfoto: iStock/Tatomm

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