Google automatisiert ab Februar Call Extensions für Google AdWords

Um die Interaktion von Usern mit einer Anzeige bei Google zu steigern, ist die Call Extension (Anruferweiterung) ein probates Mittel bei Google AdWords. Potenzielle Kunden können nicht nur auf die Anzeige clicken, um mehr über das Produkt zu erfahren, sie finden auf der Desktop-Version auch gleich eine Telefonnummer, um beim jeweiligen Unternehmen anzurufen. Bei mobilen AdWords erscheint hingegen ein Anrufbutton, der euch direkt mit dem Unternehmen verbindet. Google nimmt euch ab Februar bei Erstellung der Call Extensions einen Arbeitsschritt ab, was nicht nur auf positives Feedback stößt. 

Google nimmt Marketern einen Arbeitsschritt ab

Bislang muss die Call Extension noch manuell eingestellt werden. Auf die wachsende mobile Nutzung des Internets reagiert Google jedoch nun mit einer Automatisierung. Ab Februar wird der Anrufbutton bei mobilen AdWords automatisch eingepflegt. Vor allem als mobiler Nutzer will ich mich nicht erst durch die Unternehmensseite clicken, um Kontaktdaten herauszufinden. Die Call Extension macht es dem User leichter und nimmt ihm die mühsame Suche ab. Das kann laut Google zu einer Steigerung der Clickrate (Click-through-rate, CTR) von 4-5 Prozent führen. Warum sollte man also auf diese zusätzliche Information in den eigenen AdWords verzichten?

Der Anrufbutton in mobilen AdWords / Screenshot

Der Anrufbutton in mobilen AdWords / Screenshot

Zum einen zählt der Klick oder Tap auf den Anrufbutton quasi als Click auf die Anzeige. Somit fließt dieser Vorgang mit in die PPC (Pay-per-click) mit ein. Kritiker der Neuerung sehen jedoch unerwünschte zusätzliche Kosten auf sich zukommen. Dieses Argument ist jedoch nicht zu Ende gedacht, bringen mehr Clicks bei einer guten Ad doch auch mehr Umsatz. Ist die AdWords professionell aufbereitet, erreicht man mit den Call Extensions zusätzlich noch mehr Kunden aus seiner Zielgruppe. Die Option anzurufen – egal ob sie überhaupt genutzt wird – suggeriert dem User außerdem ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit und erhöht das Vertrauen in euren Shop.

Andere Unternehmen oder Marketer verfolgen jedoch gar nicht das Ziel, mehr Anrufe zu generieren, weil das nicht zur eigenen Marketing-Strategie passt und sie ihre Kunden auf anderen Wegen erreicht. Auch hier gilt: Nur weil die Telefonnummer verfügbar heißt das nicht, dass die User auch anrufen werden. Hat ein Unternehmen den Dialog mit seinen Kunden bereits durch andere Kanäle erfolgreich aufgebaut, werden nun nicht plötzlich Scharen an Kunden auf die Idee kommen, bei euch anzurufen.

Wer nicht will, der muss auch nicht!

Die Call Extensions werden künftig zwar automatisch eingepflegt, sind aber keine Pflicht. Sie können bei der Erstellung einer AdWord nämlich manuell ausgeschaltet werden. Dazu muss der „Ad Extensions tab“-Tab im Menü angeclickt werden. Unter „Ansicht“ erscheint dann „automatischer Erweiterungsreport“. Wenn man nun herunterscrollt, ist „automatische Erweiterungsoptionen (fortgeschritten)“ zu lesen. Dort dann nur noch „für diesen Account nicht verwenden“ anclicken und schon geht man den unerwünschten Call Extensions aus dem Weg.

Die breite Masse der Werbetreibenden wird die Neuerung jedoch erfreuen, nimmt sie ihnen doch einen Arbeitsschritt ab und sorgt für eine höhere Clickrate, falls diese Funktion vorher nicht genutzt wurde.

 

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