Der Siegeszug des Podcasts und wieso ihr rechtzeitig aufspringen solltet

Und plötzlich werden wir zu leidenschaftlichen Zuhörern. Ein Hoch auf die Podcasts. Aber was genau verbirgt sich hinter dem scheinbar so beliebten Audio-Format und wieso verbringen knapp 22% der Deutschen regelmäßig ihre Zeit damit? Warum diese Art von Informationsquelle so gut ankommt und wie auch ihr von dem Trend profitieren könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

  • Was ist ein Podcast? (Ihr seid schon fleißige Hörer? Einfach „überspringen“)
  • Warum wir so gerne zuhören
  • Podcasts als Content-Marketing Instrument – Vom Hörer zum Sprecher

Was ist ein Podcast?

Das Wort Podcast setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „iPod“, bekannt aus dem Apple Sortiment (MP3-Player) und „Broadcasting“ (engl. übertragen). Ziemlich schnell wird einem bewusst, wie groß der Einfluss von Apple auf das Audioblogging war. Um den iPod besser vermarkten zu können, nutzte der Technikriese die Vorteile der Audio-Formate. Auch wenn der iPod Namensgeber ist, bedeutet das natürlich nicht, dass Podcasts ausschließlich über Apple Dienste abrufbar sind. Sie können über alle möglichen Geräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets gehört und geschaut werden. Geschaut? Richtig! Neben dem üblichen Audio-Podcast werden ebenfalls sog. Vodcasts produziert. Hierbei wird die Audio-Spur durch eine Video-Spur ergänzt und aus dem Podcast wird ein Videocast.

Das Interesse an Podcasts ist so hoch wie nie zuvor.

Warum wir so gerne zuhören

Heute erreichen Podcasts mehr Menschen als je zuvor. Das war jedoch nicht immer so. Erst seit Beginn des mobilen Internets begann der Hype um das Audio-Format. Einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zufolge hören 22% der Deutschen regelmäßig Podcasts. Vor allem sind die digitalen Radio-Shows beliebt – bei den 14 – 29-Jährigen genauso, wie bei den 30- bis 49-Jährigen. Gerade auf Reisen und unterwegs auf dem Weg zum Arbeitsplatz sind Podcasts beliebt. Fast die Hälfte aller Hörer greifen währenddessen auf das Audio-Format zurück. Laut der Studie ist jedoch der Abend die beliebteste Podcast-Zeit. Für jeden Fünften gehört eine Podcast-Ausgabe mittlerweile zur täglichen Routine.

Aber woher kommt dieser Erfolg? Wieso hören wir so gerne zu? Weil es einfach ist. Weder das Alter, noch die technische Komplexität stehen der Nutzung im Wege. Podcasts geben uns die Möglichkeit, die Informationen ausschließlich über die Ohren aufzunehmen. Die Konsequenz: Viele Menschen genießen den Dienst nebenbei, sparen Zeit und können sich nebenher auf andere Dinge konzentrieren. Sie sind für jeden zugänglich und sind jederzeit beliebig oft abrufbar. Die Themengebiete sind vielfältig und werden auf persönlichem Wege vermittelt. Egal ob Breaking News aus der Promi-Welt, Technik-Neuheiten oder Ratgeber – die Vielfalt ist erstaunlich. Für Viele ist Podcasting aber auch eine Art „Kur für die Augen“.

Podcast-hörende Frau joggt durch den Wald.

Viele Menschen genießen den Dienst nebenbei, sparen Zeit und können sich nebenher auf andere Dinge konzentrieren.

Hier die Vorteile zusammengefasst in einem Satz: Du kannst hören wo du willst, was du willst, wann du willst und wie oft du willst.

Podcasts als Content-Marketing Instrument – Vom Hörer zum Sprecher

Die Vorteile für die Konsumenten sind nun klar – aber wie können sich Unternehmen diesen Hype zunutze machen? Wichtig ist es, die Aufmerksamkeit potentieller Neukunden zu gewinnen. Podcasts eignen sich hierfür sehr gut, da weniger Sinne angesprochen werden, als beispielsweise beim Schauen von Werbespots. Das gesprochene Wort hat zudem sehr viel mehr Gewicht als das geschriebene.

Menschen sind Kommunikationswesen. Es liegt in unserer Natur, uns zu verständigen. Wir tauschen uns gerne aus, diskutieren viel und hören gerne zu. Wir sind wissbegierig und neugierig, schenken Themen, die uns interessieren, automatisch mehr Aufmerksamkeit. Über die Stimme können zudem Emotionen leichter und eindringlicher transportiert werden als übers Lesen. Trifft man den Bedarf der Zielgruppe, können Podcasts sogar die Kundenbindung verstärken. Ein weiterer großer Vorteil ist die Abo-Funktion. „Folgt“ man einer Person oder einer Marke in den sozialen Netzwerken, wird man über Neuigkeiten im Feed informiert. Abonniert man sie, erhält man die Informationen sogar direkt auf das Smartphone. Abonnenten können so eine Beziehung zu den Podcastern ihrer Lieblingsunternehmen und -Marken aufbauen.

Zur Steigerung der Markenbekanntheit greifen immer mehr Unternehmen auf eingesprochene „Werbung“ bekannter Podcaster zurück. Der Vergleich zu Influencern auf YouTube oder Instagram liegt nahe. Unternehmen nutzen die Bekanntheit und Reichweite der Persönlichkeiten, um ihre Dienstleistungen/Produkte zu präsentieren und zu verbreiten. Podcaster binden das Produkt in den Kontext der jeweiligen Ausgabe ein, indem sie darüber sprechen, diskutieren, das Produkt testen oder einfach vorstellen. Und diese Strategie der Vermarktung ist erfolgreich. Laut SPLENDID RESEARCH haben sich 1/3 von 1022 Befragten schon mal Informationen über ein in einem Podcast erwähnten Unternehmen eingeholt.

Wir können festhalten: der Podcast ist eines der Marketinginstrumente der Zukunft. Er kann u.a. für Recruiting-Zwecke, Produkterklärungen, Q&A’s oder Interviews genutzt werden. Zudem sind sie günstig, zeitsparend und bieten hervorragende Möglichkeiten, Vertrauen und eine persönliche Beziehung zwischen Hörer und Sprecher aufzubauen.

Wir sind gespannt auf eure Meinung zu diesem Thema. Teilt uns gerne eure Gedanken unten in den Kommentaren mit.

Sören gehört zum Social-Media-und Kreativ-Team in Hannover! Wenn er nicht gerade mit großem Enthusiasmus vorm Macbook sitzt und textet oder Grafiken bastelt, bespielt er die großen Stages auf Festivals und sorgt mit seiner witzigen Art für eine extra Portion Stimmung in unserer Agentur.

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