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Google for Jobs: Aus Jobsuche wird Jobfindung

Bereits am 20.06.2017 ist Google for Jobs offiziell in den USA gestartet. Neben den bereits bekannten Google Produkten wie Flüge, Shopping, Bücher, Bilder oder News gibt es in einigen Ländern nun “Google for Jobs”. Dieses Produkt wird wie gehabt durch die allgemeine Google-Suche ausgelöst und liefert dem User in einer Box passende Job-Inserate aus altbekannten Jobportalen und Websites. Was daran so revolutionär ist und wie du deine Stellenanzeigen auf diese Veränderung vorbereitest, zeigen wir dir jetzt.

Was ist Google for Jobs?

Was tust du als Erstes, wenn du einen neuen Job suchst? – Richtig, du googelst. In den USA, Südamerika, Spanien, Großbritannien sowie in Teilen Asiens und Afrikas bekommen die User seit einiger Zeit nicht mehr nur die übliche Google-Suche mit bezahlten und organischen Anzeigen zu sehen, sondern ein auffälliger Job-Kasten sticht ihnen ins Auge.

Google for Jobs Job-Kasten

Der Job-Kasten innerhalb der Suchergebnisse

Google for Jobs ist als Jobbörse innerhalb von Google zu verstehen, die die Jobangebote externer Jobportale, aber auch Stellenanzeigen von Websites, integriert. Dem User wird Arbeit abgenommen: Er muss nicht mehr selbst Stellenbörsen wie Indeed, Monster oder LinkedIn und die Websites von möglichen Arbeitgebern durchforsten, sondern nutzt dafür einfach die neue Funktion der Suchmaschine.

Google for Jobs Deutschland Beispiel

Google for Jobs Ansicht: Organische Ergebnisse rücken weiter nach unten

Der Screenshot zeigt, wie eine Suche nach einem SEO Job bei Effektiv aussieht. Als Erstes sind wie gewohnt die bezahlten Ergebnisse zu sehen, direkt darauf folgt der Job-Kasten von Google. Die organischen Ergebnisse rücken weiter nach unten und fallen weniger auf. Durch den Klick auf den Button “more Jobs” werden weitere Jobanzeigen angezeigt. Die gefundenen Suchtreffer zu der Google Suche können durch Filter wie “Category, Title, Location, Date posted” etc. weiter eingeschränkt werden.

Google for Jobs zeigt Synonyme des Jobtitels an

Google for Jobs zeigt Synonyme des Jobtitels an

Die Verwendung von künstlicher Intelligenz sorgt für optimale Ergebnisse: Sie vergleicht und strukturiert Millionen von Stellenanzeigen, um die relevantesten Jobanzeigen auszuliefern.

Alleine auf Indeed gibt es an einem Durchschnittstag über 300.000 StellentitelDurch Nutzung der künstlichen Intelligenz zeigt Google for Jobs auch Synonyme bzw. alternative Jobtitel zum Suchbegriff an, was die Arbeitssuche enorm erleichtert. Einer Pflegekraft werden zum Beispiel auch Stellenanzeigen als “Careman” angezeigt, einem Bewerber, der Interesse an SEO Jobs hat, auch Inserate für “SEO Specialist, Strategist” oder “SEO Analyst”. Ausreißer, die nicht zur Suchanfrage passen, gibt es nahezu nicht.

Durch den Klick auf die Stellenanzeige öffnen sich weitere Infos über die Stellenanzeige und die Option nach weiteren Jobs beim entsprechenden Unternehmen zu suchen. Doch was fehlt anschließend? Richtig, der Button für die Bewerbung per One-Click, um sich direkt von Google aus zu bewerben. Doch dazu sagt der CEO Sundar Pichai bisher nichts. Statt die Bewerbung direkt abschicken zu können, wird man auf die jeweilige Karriere-Website geleitet, um sich dann auf diese Art zu bewerben.

Einen Einblick, wie Google for Jobs in den USA bereits funktioniert, zeigt dir dieses Video:

Revolutioniert Google die Jobsuche?

Google als weltweit größte Suchmaschine weiß vermutlich mehr über uns als wir selbst. Abgesehen davon, dass Google sämtliche Suchanfragen, die wir jemals gestellt haben und alle Websites, die wir besucht haben, registriert, nutzen wir auch Google Dienste wie den Kalender, Musik, Bilder etc. Aufgrund meiner bisherigen Aktivitäten weiß Google also bestens, welcher Job zu mir passt.

Wie bereits in den Bereichen Hotels, Shopping oder Preisvergleiche will Google den Markt aufmischen und den Usern das Ergebnis, das sie benötigen, direkt innerhalb der Google Suche liefern.

Wie CEO Sundar Pichai Google for Jobs auf der Google I/O ’17 angekündigt hat, seht ihr hier:

Wie du deine Website vorbereiten kannst

Es ist nur eine Frage der Zeit bis eine Version von Google for Jobs auch nach Deutschland kommt. Um deine Website rechtzeitig vorzubereiten und den Service von Anfang an nutzen zu können, musst du einige Vorgaben beachten.

Grundlegende Voraussetzungen wie z. B. lesbares HTML, logische URL-Struktur und Meta-Tags sind essentiell, um von Google gefunden zu werden – an dieser Hürde sollte es nicht scheitern, Google for Jobs zu nutzen.

Das Verwenden von strukturierten Daten für deine Stellenausschreibungen ist dabei besonders wichtig. Deine Jobanzeigen können dann in den Google Suchergebnissen besonders ausführlich dargestellt werden. Für Stellenausschreibungen gibt es besondere strukturierte Datentypen. Die vollständige Erklärung findest du auf schema.org.

Hintergrund ist, dass Jobanzeigen nach der Schaltung sehr schnell von schema.org strukturiert übermittelt und in den Google Index überführt werden sollen. Wie du eine Stellenausschreibung für Google for Jobs erstellst, erfährst du in der chronologischen Anleitung direkt von GoogleWer testen möchte, ob die eigene Website bereits fit für Google for Jobs ist, kann das Testtool für strukturierte Daten nutzen.

Das ändert sich für dich und deine Stellenanzeigen

Mit Google for Jobs werden möglicherweise keine teuren Anzeigenschaltungen über die üblichen Jobbörsen mehr benötigt. Schaltung nach Relevanz ist das Stichwort. Die Stellenangebote können (noch) nicht von finanziellen Mitteln beeinflusst werden, sondern werden erst einmal nach der Relevanz für den jeweiligen Bewerber geordnet. Die Vermutung liegt nahe, dass mögliche Bewerber weniger die Jobportale durchforsten, um einen passenden Job zu finden, sondern eher Google for Jobs nutzen werden. Das heißt, möglicherweise kann man sich vorerst, wenn Google for Jobs nach Deutschland kommt, teure Stellenanzeigen bei Monster und Co. sparen. Der Fokus sollte vorerst auf den eigenen Jobinseraten auf der Unternehmenswebsite bzw. Karriereseiten liegen, damit diese von Google bzw. schema.org gelesen und ausgeliefert werden können.

Sicherlich ist es auch nur eine Frage der Zeit bis die Stellenangebote nach dem bezahlten Preis für eine Anzeigenschaltung gelistet werden.

Fazit

Google for Jobs wird den Arbeitsmarkt auch in Deutschland vermutlich spürbar ins Rollen bringen. Vor allem Jobsuchende werden durch die einfache und offensichtliche Darstellung von der neuen Möglichkeit profitieren.

„Google for Jobs hat das Potenzial, dass Millionen von Jobs, die auf LinkedIn zur Verfügung stehen, noch einfacher von Fach- und Führungskräften entdeckt werden können“ – Daniel Shapero – VP Talent Solutions, Careers, & Learning – LinkedIn

Die DSGVO macht es Google mit Sicherheit schwierig, Google for Jobs in Deutschland zur Verfügung zu stellen. In Deutschland gilt eines der strengsten Datenschutzgesetze der Welt. Google muss die Richtlinien zum Datenschutz beim Umgang mit sensiblen Daten genauestens beachten und hat deutlich mehr Vorgaben als in anderen Ländern. Zum Beispiel das Recht auf Berichtigung von Daten, Recht auf Löschung von Daten und noch viele weitere datenbasierte Rechte könnten zum Problem werden. Fest steht, dass Deutschland wie gemacht ist für dieses Produkt.

Wir sind gespannt!

Hast du noch weitere Fragen oder brauchst Hilfe bei der Implementierung der strukturierten Daten, unterstützt euch das E-Team gerne.

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