Google My Business: So erstellst du dein Unternehmenslisting

Online ist eine Baustelle, die nie fertiggestellt wird. Ihr schraubt an eurer Suchmaschinenoptimierung, schaltet Kampagnen bei AdWords und pflegt eure Social Media Kanäle, um letztlich Aufmerksamkeit von Usern zu bekommen und sie zu Kunden zu machen. Viele Unternehmen vergessen dabei, dass Google selbst eine Möglichkeit bietet, mit der sie mit überschaubaren Aufwand an Sichtbarkeit gewinnen können. In diesem Beitrag erklären wir euch, wie ihr ein erfolgreiches Listing bei Google My Business erstellt und es pflegt.

Warum sollte mein Unternehmen bei Google gelistet sein?

Laut Google besuchen 50% der Menschen, die vorher eine lokale Suche getätigt haben, den Shop, den sie dabei gefunden haben auch. Ein Listing bei Google My Business erhöht die Sichtbarkeit in so ziemlich allen Produkten von Google (Maps, Shopping, Search, Bildersuche). Ihr erhaltet also vor allem bei lokalen Suchen deutlich mehr Aufmerksamkeit und könnt User so zu eurem Geschäft führen und zu Kunden machen.

Könnt ihr einen sauber ausgefüllten Eintrag bei Google vorweisen, steigert das außerdem den Trust der User, weil sie auf einen Blick alle wichtigen Informationen zu deinem Business finden und dabei sogar noch Bewertungen anderer Kunden studieren können.

Wir geben euch eine Step-by-Step-Anleitung, mit der ihr euer Listing einstellt, optimiert und pflegt, damit euer Unternehmen online sichtbarer wird und mehr potenzielle Kunden auf euch aufmerksam werden.

1. Erstellt eine Google My Business Seite

Wer sein Unternehmen bereits bei Google gelistet hat, kann direkt weiter zu Schritt 2. Seit ihr in Google My Business noch gar nicht vertreten, dann solltet ihr als erstes eine Seite anlegen.

Erstmal geht es auf Google My Business nur darum, euren Unternehmensnamen anzugeben, die wichtigsten Daten einzutragen und den Eintrag verifizieren zu lassen.

Nachdem ihr den Namen eures Unternehmens eingetragen habt und sichergestellt ist, dass es nicht schon einen Eintrag mit gleichem Namen gibt, könnt ihr die Basis-Daten eingeben:

  • Kategorie (z.B. Bäckerei) –> wichtig: gebt hier die Art eures Unternehmens, nicht das, was ihr verkauft an
  • Adresse (vor allem für Google Maps wichtig)
  • Website
  • Telefonnummer
  • Öffnungszeiten
  • Bewertungen (sollten für User freigeschalten sein)
  • Fotos
  • Zahlungsarten
  • Unternehmensbeschreibung (max. 200 Zeichen)

Über die Wichtigkeit einiger dieser Punkte und wie ihr sie optimiert, erfahrt ihr in den späteren Schritten. Habt ihr die Basics erledigt, müsst ihr euer Konto bestätigen und erhaltet von Google eine Verifizierungs-Mail. Das kann mitunter ein paar Wochen dauern.

Unser Tipp: Beschäftigt euch vorher mit den Google Quality Guidlines und checkt, ob ihr diese mit eurem Eintrag erfüllt. Damit erspart ihr euch eine weitere Verzögerung, bis euer Listing verifiziert und schließlich veröffentlicht wird.

2. Teilt die richtigen Informationen und optimiert sie

Ihr könnt Usern eine Vielzahl an Informationen über euer Unternehmen zur Verfügung stellen. Nicht alle ergeben für jedes Business auch Sinn. Wenn ihr einen Online-Shop, aber keine lokale Filiale habt, dann ist es wenig sinnvoll User aufzufordern, zu euch zu kommen. Hier ist der Hinweis auf die Website viel wichtiger, als die physische Adresse. Auch die Öffnungszeiten spielen dann eher eine Rolle für den Support – nicht im Sinne von Besuchszeiten.

Versetzt euch in die Lage des potenziellen Kunden. Wonach wird er bei Google suchen? Welche Fragen hat er möglicherweise zu eurem Unternehmen? Welche Informationen sind für die zunehmend mobilen Nutzer von Bedeutung? Letztlich sind es dieselben Dinge, die ihr auch auf eurer Website beachtet, um die Probleme der User so schnell und einfach wie möglich zu lösen.

So sieht der Google My Business Eintrag im Local Pack bei der Suche aus. / Screenshot

Bevor ihr jedoch die Probleme eurer Kunden lösen könnt, gilt es von ihnen gefunden zu werden. Damit euer Google My Business Eintrag nicht nur angezeigt wird, wenn User sowieso explizit nach eurem Unternehmen suchen, solltet ihr wichtige Keywords in eurer Unternehmensbeschreibung verbauen. In welchem Zusammenhang soll euer Unternemen gefunden werden? Relevante Keywords verbessern euer Ranking und sorgen dafür, dass euer Eintrag auch bei lokalen Suchanfragen, wie „Wo ist die nächste KfZ-Werkstatt“ erscheint.

Der große Vorteil von Google My Business: Der Eintrag erscheint im sogenannten Local Pack und sticht damit besonders heraus. Im Idealfall seid ihr genau das, wonach der User gesucht hat. Wenn er dann noch erfährt, dass ihr geöffnet habt, er euch direkt über Google Maps finden kann und ihr vielleicht sogar noch eine sehr gute Bewertung von anderen Kunden erhalten habt, dann wird der User die restlichen Suchergebnis sehr wahrscheinlich links liegen lassen.

Im Local Pack erscheint euer Unternehmen, je nachdem, wie gut euer Eintrag optimiert ist, an erster Stelle nach den Anzeigen inklusive eurer Kontaktdaten und Öffnungszeiten. / Screenshot

Durch relevante Keywords werdet ihr gefunden. Überzeugen könnt ihr vor allem mit visuellen Inhalten.

3. Pimpe dein Google My Business Listing mit hochwertigem, visuellem Content

Gerade bei Restaurants, Hotels oder auch Verkaufsfilialen interessiert den User natürlich auch, wie es dort aussieht und ob das Ambiente seinen Ansprüchen genügt. Deswegen solltet ihr nicht vergessen, schöne Motive, die euch repräsentieren in euer Listing einzupflegen. Das sorgt für Aufmerksamkeit und leistet Überzeugungsarbeit.

Zu oft müssen User noch immer Business Einträge ohne jegliche Bilder sehen, umso mehr stechen jedoch die Einträge mit schönen und authentischen Bildern hervor.

Zeigt euch, euer Unternehmen und eure Produkte, damit der User den bestmöglichen Eindruck erhält. Auch die Kunden selber können hier tätig werden und eigene Aufnahmen bei Google hochladen, was euer Ranking zusätzlich pusht. Befinden sich Kunden in eurer Filiale oder zumindest in der Nähe, werden sie mitunter auch von Google dazu aufgefordert, Fotos von diesem Ort zu machen und Google zur Verfügung zu stellen. Somit sind Google My Business Einträge kein bloßes Informationsangebot eurerseits. Die Einträge werden so interaktiv.

Wichtig: Haltet das Bildmaterial in eurem Listing immer aktuell. Besuchen euch User und entdecken, dass die Bilder von der Neueröffnung vor 5 Jahren stammen, sind sie schnell enttäuscht, was sich auf die anschließende Bewertung auswirken kann und eurem Trust schädigt.

4. Generiert Kundenbewertungen

Bewertungen haben einen direkten Einfluss auf andere User. Google platziert die Reviews sehr prominent in eurem Beitrag, so dass der User schnell erfährt, wie gut ihr wirklich seid bzw. wahrgenommen werdet.

Klingt gefährlich? Ist aber eher eine Chance, denn ihr könnt selbst dazu beitragen, dass Kunden euer Unternehmen bewerten und damit an Glaubwürdigkeit gewinnen. Außerdem wirken sich Bewertungen auf das Ranking aus. Es wäre nicht gerade schlau von Google, wenn es seinen Usern Unternehmen empfiehlt, die durchweg negativ bewertet wurden und nur unzufriedene Kunden zurücklassen.

Um möglichst viele positive Bewertungen zu generieren, sollte natürlich als allererstes euer Service den Kunden zufriedenstellen. Damit dieser seine Zufriedenheit jedoch auch öffentlich macht, solltet ihr ihn dazu animieren. Entweder ihr weist ihn persönlich bei euch im Laden darauf hin, dass er doch gerne eine Bewertung auf Google hinterlassen kann oder ihr bietet ihm die Möglichkeit per Mail, nachdem er online bei euch eingekauft hat.

Trotz aller Bemühungen eurerseits, wird es sehr wahrscheinlich auch die ein oder andere negative Bewertung geben. Keine Sorge! Man kann es halt nicht jedem recht machen. Irgendwer wird immer nicht ganz zufrieden sein und seinem Unmut auch auf Google äußern.

Ein paar vereinzelte nicht ganz so positive Bewertungen können dabei sogar eure Glaubwürdigkeit stärken. In Zeiten von Fake-Reviews werden User heutzutage stutzig, wenn jeder Kunde euer Unternehmen angeblich total super fand und euch mit 5 Sternen bewertet.

Außerdem könnt und solltet ihr als Unternehmen auf die Bewertungen reagieren. So zeigt ihr öffentlich, dass ihr euch über positive Reviews freut und euch um die Probleme der unzufriedenen Kunde kümmert.

5. Haltet euer Listing auf dem neuesten Stand

Das Google My Business Listing ist keine einmalige Aufgabe. Es ist nicht damit getan, den Eintrag einmal anzulegen und ihn dann zu ignorieren. Ergeben sich Veränderungen in euren Basis Daten oder allgemein im Business, dann solltet ihr das auch im Listing festhalten.

Für ganz aktuelle Dinge, wie Angebote oder Events stellt euch Google einen Bereich für Beiträge bereit. Hierbei wird immer der neueste Beitrag angezeigt. Nach maximal 7 Tagen verschwindet dieser Beitrag wieder aus dem Local pack, in dem euer My Business Eintrag angezeigt wird, wieder. Hier heißt es also mindestens einmal pro Woche nachlegen und eure Kunden auf dem Laufenden halten.

Wie ihr My Business Beiträge erstellt und was dabei zu beachten ist, erfahrt ihr übrigens hier: https://www.effektiv.com/google-my-business-beitrag-4162.html

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

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