Optimize it! – Google macht Schluss mit Beta

Googles neues Tool Google Optimize ist den beta-Schuhen entwachsen und steht nun jedem Marketer zur Verfügung. Damit sollen A/B-Testings zum Klacks werden. Was das Tool alles kann und was nicht, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Was ist Google Optimize?

Zuerst die gute Nachricht: es ist für alle Nutzer kostenlos. Doch was macht man nun damit? Testen! Es geht um A/B-Tests. Google Optimize ist sowas wie der kleine Bruder vom Enterprise-Tool Optimize 360. Die Basis bildet auch hier Google Analytics, wo die Auswirkungen der Tests abgelesen werden können. Der Clou: Wie schon beim Data Studio setzt Google auf einen visuellen Editor, um auch Einsteigern die Arbeit zu erleichtern.

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Mit dem visuellen Editor ist es leicht, die Elemente, die getestet werden sollen zu markieren. / Foto: Screenshot

Mit Optimize ist es recht einfach, A/B-Tests durchzuführen und abzulesen, wie die Tests die Schlüsselmetriken in Analytics beeinflussen. Wie wirken sich also unterschiedliche Elemente auf der Website auf die Anzahl der Views, die Conversions oder die Verweildauer auf der Website aus? All diese Antworten auf diese Fragen kann Google Optimize liefern.

Was Google Optimize nicht kann

Es würde nicht zwei Versionen von Optimize geben, wenn die kostenlose Version nicht auch ein paar Schwächen hätte. So können hier nur maximal drei Tests gleichzeitig durchgeführt werden. Bei Optimize 360 sind multivariable Tests mit deutlich mehr zeitgleichen Tests hingegen möglich. Das Zielgruppen Targeting über Google Analytics ist auch nur mit der Enterprise-Version 360 möglich, was besonders für größere Unternehmen interessant sein dürfte.

Die Testziele werden bei Google Optimize vorgegeben und können nicht vom Nutzer selbst definiert werden. Bei Problemen findet man außerdem nur in Community-Foren Hilfe. Bei 360 steht ein eigener Support- und Unternehmensservice zur Verfügung. Auch bei der Implementierung in Analytics hilft euch keiner. Mit ein paar Handgriffen im Google Tag Manager stellt das aber nicht wirklich ein Problem dar. Man muss lediglich eine Zeile in den Quellcode kopieren und schon sollte alles funktionieren.

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Mit ein paar Handgriffen ist das Tool auch implementiert. / Foto: Screenshot

Für wen Google Optimize interessant ist

Im Grunde für jeden, der Websites erstellt oder Inhalt dafür produziert. Werbetreibende können mit den Tests experimentieren und ihre Conversionrate optimieren, Publisher sehen, mit welchem Layout sie ihre User glücklich machen und Designer können völlig neue Websitedesigns austesten.

Fazit

Google Optimize ist ein nettes Spielzeug mit dem der Internet-Riese wieder einen Schritt zur Vereinfachung komplizierter und aufwendiger Optimierungsmaßnahmen macht. Auch Nutzer, die keinerlei Erfahrung mit A/B-Tests haben, sollen damit arbeiten können. Das geht aber nur in einem bestimmten Rahmen.

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Lediglich drei Ziele stehen zur Verfügung: Verweildauer, Pageviews und Verkäufe. / Foto: Screenshot

Für Tests, die mehr in die Tiefe gehen, sollte man schon mit Tools oder Experten arbeiten, die mehr können und Testings individueller und auf die Bedürfnisse angepasst durchführen. Anfänger in kleineren und mittelständischen Unternehmen haben mit dem Tool jedoch die Möglichkeit, sich mit dem Thema vertraut zu machen und eine Grundlage für weitere Maßnahmen zu schaffen. Eine nicht ganz unwichtige Info noch zum Schluss: Das Tool ist bislang nur mit dem Chrome-Browser nutzbar.

Wer mehr über Google Optimize erfahren will, wird direkt bei Google fündig.

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

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