Google Similar Items: Bildersuche ab sofort nicht mehr werbefrei

Google Images ist seit dem Update vor einigen Wochen Thema bei allen Marketern und Publishern. Nun rollt Google eine neue Funktion aus, die die mobile Bildersuche erneut revolutioniert. Die Google Similar Items sollen, ähnlich den Featured Snippets, Usern helfen, die Produkte zu finden, die ihnen gefallen. Damit macht Google den Weg in einer der wenigen bislang werbefreien Funktionen bei Google für Ads frei. Wie das neue Feature aussieht und wie man seine Produkte dort platziert, zeigen wir euch in diesem Beitrag.

Mit modernster Machine Vision Technologie versucht Google ab sofort zu erkennen, wonach User bei Google Images suchen, um ihnen Vorschläge für Produkte zu machen, die sie interessieren könnten. Diese Vorschläge erscheinen in der Detailansicht eines Bildes, das zuvor vom User angeklickt wurde. Wer zum Beispiel nach einer schicken neuen Sonnenbrille sucht, wird mit den Similar Items darauf hingewiesen, in welchem Shop diese oder ähnliche Modelle verfügbar sind.

Wie sehen die Similar Items aus?

Google Similar Items

Die Similar Items zeigen, in welchen Shops ähnliche Artikel, wie auf dem gesuchten Bild erhältlich sind. / Foto: Screenshot

Bislang beschränkt sich das Feature auf den Bereich Mode. Wer Sonnenbrillen, Handtaschen oder Schuhe sucht, wird Vorschläge erhalten. In den nächsten Monaten sollen die Similar Items jedoch auch auf die Kategorien Zuhause und Garten ausgeweitet werden. Wie auf dem Bild zu sehen, werden die einzelnen Accessoires nicht nur als Bild angezeigt, sondern mit Produktinformationen angereichert.

Google Similar Items

Die einzelnen Accessoires werden von Google im Bild erkannt und herausgepickt. / Foto: Screenshot Google Images

Diese Informationen erhalten User über die Produkte in den Similar Items:

  • Produktname
  • Bild vom Produkt
  • Preis
  • Währung
  • Verfügbarkeit
  • Meta-Daten aus der gehosteten Website des Shops

Mit nur einem Tab auf das Item gelangen die User dann in den Shop, das Produkt zu bestellen.

Wie gelangen eure Produkte in das Feature?

Hier macht Google eine klare Ansage und verweist auf das Product Markup von schema.org. Dieses Schema hilft Google dabei, Angebote zu liefern, die dem User alles auf einen Blick bieten.Wichtig dabei: Die nach dem Vorbild von schema.org optimierten Metadaten müssen nicht nur hinzugefügt, sondern auch stetig gepflegt und aktualisiert werden. Wer unsicher ist, ob das Product Markup soweit stimmig ist, kann mit Google’s Structured Data Testing Tool überprüfen, ob alles soweit passt.

Da das Feature noch recht neu ist, braucht der Googlebot hier auch ein bisschen länger, bis er eure Website diesbezüglich gecrawlt und das Bild indexiert hat. Das kann bis zu einer Woche dauern, also ist Geduld gefragt. Wer das beachtet, hat gute Chancen, mit seinen Produkten in einer für Werbung völlig neuen Umgebung aufzutauchen.

Werbung im Feature-Pelz

Google setzt damit fort, was mit den Featured Snippets bei Google Search begonnen wurde. Prominente Plätze erhält derjenige, der seinen Content entsprechend optimiert.Zwar sind die Similar Items keine richtigen Anzeigen, die über AdWords gesteuert werden können, trotzdem gelangt zum ersten mal so etwas wie Werbung in die Bildersuche des Internetriesen.

Hier tun sich natürlich neue Chancen für Online-Shops auf, denn die Similar Items erregen durch ihre prominente Platzierung in der Bildersuche Aufmerksamkeit. Es wird also Zeit, seine Bilder und die dazugehörigen Meta Daten zu optimieren. In Zukunft könnten die Google Features außerdem zu einer neuen Anzeigenart werde, die über das AdWords-Konto gesteuert werden. Wir halten euch natürlich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Hier sieht ihr, wie Google sein neuestes Feature beschreibt: https://webmasters.googleblog.com/2017/04/similar-items-rich-products-feature-on.html?m=1

Auf schema.org findet ihr Informationen zur Optimierung der Metadaten eurer Bilder: https://schema.org/Product

Zum Structured Data Testing Tool gelangt ihr hier: https://search.google.com/structured-data/testing-tool/

 

 

Foto: Philipp Queitsch

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