Instagram vor Roll-out von Lead- und Insta-Story-Ads

Instagram erlebte 2016 einen erneuten Hype – knapp sechs Jahre nach dem Launch des sozialen Foto-Netzwerkes. Ein Grund dafür ist wohl die von Snapchat gekl… äh… kopierte Funktion Insta-Stories. Seit dem Roll-out im August 2016 ist die Zahl der Insta-Storyteller laut Instagram auf 150 Mio. geklettert. Klar, dass sich hier viele neue Möglichkeiten für Marketer bieten, ihr Unternehmen oder ihr Produkt zu platzieren. Das Netzwerk wird 2017 mit einigen Neuerungen daherkommen. Zwei befinden sich gerade in der Testphase und werden nach und nach ausgerollt. Wir haben uns die Lead- und Insta-Story-Ads mal näher angesehen.

Schon länger auf Facebook erfolgreich und bei Marketern sehr beliebt – Lead Ads. Der Vorteil dieses Anzeigenformats liegt auf der Hand: beim Klick auf die Anzeige erscheint ein Formular, mit dem sich der User für ein Portal oder eine Leistung (z.B. Newsletter) registrieren lassen kann. Dank der bei Facebook angegebenen Daten ist dieses Formular für den User bereits vorausgefüllt. Das verhindert, dass es sich der Nutzer beim manuellen Ausfüllen noch einmal anders überlegt und den Vorgang abbricht. Mehr Registrierungen, das heißt mehr Interaktion mit der Anzeige, bedeuten eine Verbesserung der Conversion-Rate.

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Auch auf Instagram sollen solche Ads künftig erstellt werden können. Der vollständige Roll-out soll Ende Februar abgeschlossen und für jedes Unternehmen verfügbar sein. Erstellen könnt ihr die Lead Ads, wie bei Facebook auch, mit dem Werbeanzeigenmanager, dem Power Editor oder über die Ads API. Allerdings können bei den Insta-Leads anfangs nur folgende Daten automatisch ausgefüllt werden: E-Mail-Adresse, voller Name, Telefonnummer und Geschlecht. Weitere Daten müssen dann doch wieder vom User manuell eingetragen werden. Bei Facebook ist da mittlerweile weitaus mehr möglich.

Was können Lead Ads leisten?

Facebook empfiehlt die automatische Platzierung der Anzeige und kann für diese Einstellung durchschnittlich eine 45 Prozent größere Reichweite und eine 7 Prozent bessere Conversion-Rate voraussagen. Auch finanziell lohnen sich Lead Ads. So spricht der Netzwerk-Riese von 50 Prozent niedrigeren Akquise-Kosten bei diesem Anzeigenformat. Mit den Lead Ads dürfte man auch auf Instagram an die nötigen Daten kommen, um diese Werte zu erreichen. Die Funktion ist seit dieser Woche für alle Werbemanager mit Business-Profil verfügbar.

Aber das ist nicht das einzige Format, das derzeit getestet wird und vor dem Roll-out steht.

Ads für den Insta-Story-Hype

Genau wie Bob Dylan dürfte sich auch Snapchat darüber ärgern, dass eine Coverversion des eigenen Werks mehr Erfolg hat, als das eigene Original. Im Fall von Bob Dylan spielte Guns’n’Roses mit „Knockin‘ on heavens door“ ordentlich Kohle in die Bandkasse und wurde weltberühmt. Bei Snapchat ist es Instagram, das mit seiner Version langsam am Original vorbeizieht. Das Foto-Netzwerk löste mit der Snapchat-Kopie „Insta-Story“ einen Hype aus und ruft damit künftig auch Marketer auf den Plan. 30 Unternehmen weltweit testen momentan die Ads für Insta-Stories (u.a. Nike, Netflix und Airbnb).

Die kurzen Werbeclips erscheinen zwischen den einzelnen Stories der User, denen man folgt. Fast unbemerkt erscheint man also mit seinem Unternehmen oder seinem Produkt zwischen privaten Videos und holt sich den Authentizitäts-Bonus, der von diesen Videos ausgeht. Snaps oder Insta-Stories sind nämlich vor allem deswegen so beliebt, weil sie authentisch wirken – selbst wenn man in ihnen wirbt.

Hier ein Beispiel von Airbnb:

Längst können Unternehmen aber auch ihre eigenen Stories erzählen und posten. Ob das bei den Usern jedoch gut ankommt, kann derzeit nur gemutmaßt werden. Erst mit dem Roll-out der Insta-Story-Ads kommt auch die Insights-Funktion für eigene Stories hinzu.

Mit der Freischaltung der Business-Tools im August 2016 hat Instagram die Tür für Marketer endgültig geöffnet. Nun gilt es herauszufinden, was möglich ist, wie das ankommt und für wen welche Art der Insta-Werbung die richtige ist. 2017 wird demnach noch einiges bei der Facebook-Tochter passieren.

Wir halten euch in unserem Blog natürlich über die aktuellsten Neuerungen bei Instagram & Co auf dem Laufenden. Wer jetzt direkt loslegen will oder Beratung zur eigenen Social-Media-Strategie hat, den beraten wir natürlich gerne.

 

Beitragsfoto: iStock/hocus-focus

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