OMG! KW33 – Google „Speakable“, Facebook Playable Ads, Studie zur DSGVO im eCommerce uvm.

Moin, moin und herzlich Willkommen bei OMG! Ja, es ist wieder soweit, das Wochenende ist vorbei. Perfekt, um mit uns in die Woche zu starten. Wir haben wieder die fünf Themen spannendsten News aus der digitalen Welt gesammelt. In dieser Woche haben wir für euch: Google bringt mit „Speakable“ ein Framework, mit dem ihr euren Content für Voice Search optimieren könnt, Facebook Playable Ads lassen euch zocken, bevor ihr ein Spiel installiert, laut einer Studie ist der Großteil der deutschen Online Shops noch nicht DSGVO-konform, Facebook verpasst der mobilen Fanpage ein neues Layout und Amazon Echo wird gut genutzt – außer zum Einkaufen. Also lehnt euch zurück und lasst euch von uns updaten. Jetzt geht’s los!

Google “Speakable”

Google schickt euch in ein neues SEO-Feld! Der Suchmaschinen-Riese gibt euch mit “Speakable” die Möglichkeit, euren Websitecontent auf die Sprachsuche zu optimieren.

Wie? Auf altbekannte Weise mit schema.org. Dort findet ihr bereits Vorgaben, um euren Content so zu optimieren, dass der Googlebot es leicht hat, eure Website zu analysieren. So erkennt der Crawl-bot also schnell und einfach alle Elemente auf euren Seiten und kann die Relevanz für das spätere Indexieren berücksichtigen.

Ihr könnt euch das als eine Art Anleitung für eure Website vorstellen, mit der der Bot den Aufbau und den Content schneller versteht und die Weiterverarbeitung damit erleichtert. Genau solch eine Anleitung gibt es jetzt also auch für Voice Search.

Doch was ist bei der Optimierung für Voice Search anders, als bei der gewöhnlichen SEO? Im Grunde gar nicht so viel, denn auch hier geht es darum, Fragen zu beantworten und so gut wie möglich auf die relevanten Probleme und Bedürfnisse eurer Zielgruppe einzugehen. Dennoch müsst ihr darauf achten, dass euer Content für den Assistant lesbar ist.

Mit der Implementierung von Google “Speakable” könnt ihr Textpassagen markieren, die später vom Google Assistant auf dem Smartphone oder auch vom smarten Assistenten vorgelesen werden.

Ein Beispiel: Ein User fragt Google Home: “Was gibt es neues bei der NASA?” Dann wird der Assistant euch die von euch mit “Speakable” markierte Passage vorlesen und euch anschließend fragen, ob ihr mehr erfahren wollt, um weitere Links auf euer Smartphone zu schicken.

Derzeit wird Google “Speakable” in ausgewählten Regionen in den USA getestet. Die Funktion wird nach und nach je nach Anzahl der Nutzer auf andere Regionen ausgeweitet. Sobald “Speakable” auch in Deutschland verfügbar ist, geben wir euch natürlich bescheid.

Wie sieht’s eigentlich bei euch aus? Optimiert ihr eure Website schon für Voice Search? Welche Rolle spielt die Sprachsuche bei euch? Erzählt es uns in den Kommentaren.

Facebook Playable Ads

Facebook launcht Werbeformat für Gamer! Ja, ihr habt richtig gehört! Erst in der letzten Folge OMG! haben wir euch von den Marketplace Ads als neuestes Werbeformat erzählt, nun haut Facebook das nächste heraus! Die Playable Ads sind jedoch eine echte Innovation, denn ihr könnt die Anzeigen nicht nur sehen und klicken – ihr könnt mit ihr zocken.

Gedacht ist das Format für Games, die von möglichst vielen Usern installiert werden sollen. Ihr kennt das sicherlich selber, dieses Grübeln, ob man nun wirklich Geld für dieses Spiel ausgeben soll oder nicht. Vielleicht sehen die Bilder und Videos toll aus und die Bewertungen können sich ebenfalls sehen lassen, aber oft genug reicht das eben nicht aus, um das Spiel wirklich zu installieren.

Diese Hürde möchte Facebook einreißen und bietet mit den Playable Ads den Usern an, das Spiel innerhalb der Anzeige auszuprobieren und damit die Wahrscheinlichkeit der Installation zu erhöhen.

Wie sieht das genau aus?

Ihr scrollt durch den Facebook Newsfeed und stoßt auf die Playable Ad, die euch erstmal ein kurzes Video zum Game zeigt. Anschließend seid ihr an der Reihe und könnt selber spielen. Facebook macht die Anzeigen damit noch interaktiver. User beschäftigen sich mehr mit dem Produkt und das könnte wiederum die Zahl der Installationen steigern. Insgesamt sind die Playable Ads natürlich ein sehr spezielles Format, das sich nur eignet, wenn ihr in den App Stores Spiele anbietet, aber für diese Sparte könnten die Kampagnen sehr lohnenswert sein.

Zusätzlich zum neuen Werbeformat bietet Facebook nämlich zwei Optimierungsoptionen an. Zum einen könnt ihr beim Targeting besonders aktive Gamer ansprechen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Spiel installieren natürlich besonders hoch. Außerdem könnt ihr einen Mindestbetrag für den Return on Advertising Spend, also den ROAS, festsetzen.

Ihr seht also, bei Facebook tut sich momentan einiges in Sachen Werbung, was nicht zuletzt an der großen Nachfrage und Reichweite liegt, die Werbetreibende erzielen können.

Zusätzlich zu den Playable Ads lebt Facebook seinen neu entdeckten Spieltrieb nun auch im Messenger aus. Dort könnt ihr ab sofort aus zwei Mini-Spielen wählen, die ihr mit bis zu 6 Freunden zusammen spielen könnt.

Was haltet ihr von den Playable Ads? Würdet ihr ein Spiel eher kaufen, wenn ihr es vorher ausprobieren könntet? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren.

E-Commerce nicht DSGVO-konform

87 Prozent der e-Commerce Shops in Europa sind noch nicht DSGVO-konform! Das sagt zumindest eine aktuelle Studie der Customer Analytics Plattform Webtrekk. Seit dem 25. Mai gilt die DSGVO, die für ordentlich Wirbel bei Unternehmen, die online unterwegs sind – und das zurecht, denn die drohenden Strafen sind empfindlich.

Analysiert wurden 77 der umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands, 93 der umsatzstärksten E-Commerce-Shops Deutschlands sowie 20 der größten deutschen Versicherungen. Alle 190 Unternehmen nutzten zum Zeitpunkt der Untersuchung Marketing-Tools.

Laut der Studie halten bei den umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands und den größten deutschen Versicherungen nur 58 bzw. 60 Prozent der Websites die aktuellen Datenschutzstandards ein. Bei den Online-Shops sieht es sogar noch drastischer aus. 81 von 93 geprüften Online-Händlern erfüllen die DSGVO-Anforderungen nicht. Das sind 87 Prozent!

Wie kann das sein?

Für die Datenerhebung zu Marketing-Zwecken müssen Webseitenbetreiber vorab das Einverständnis ihrer Nutzer einholen. Trotz dieser recht eindeutigen Vorgabe herrscht bei vielen Verantwortlichen noch immer Unklarheit. Das heißt, jeder dürfte zwar mitbekommen haben, dass sich bei Datenrecht etwas gravierend verändert hat, aber die Wenigsten setze es richtig oder überhaupt um. Alle nutzen also ihre Marketing-Tools munter weiter, jedoch sind im Falle einer Anklage sie selbst und nicht mehr der Toolanbieter verantwortlich.

Es gibt in Sache DSGVO also noch eine Menge zu tun. Habt ihr euch denn schon gekümmert? Was sagt ihr zur DSGVO? In den Kommentaren ist genügend Platz für eure Meinungen.

Neue Features für mobile Fanpages

Facebook bastelt an der mobilen Fanpage. Was hat Facebook die Fanpages im letzten Jahr geschunden…ihnen einen Großteil der Reichweite genommen, um das Netzwerk wieder persönlicher zu machen. Wenn man nicht gerade 9GAG heißt, ist es zunehmend schwerer geworden, relevante Zielgruppenpersonen überhaupt zu erreichen.

Nun macht Facebook wieder einen Schritt auf die Unternehmen, die auf Facebook aktiv sind, zu und gibt den mobilen Fanpages mehr Funktionen und damit vielleicht auch ein Stück weit Reichweite zurück.

Hintergrund ist der Fokus aufs Lokale, den Facebook sich gesetzt hat, um für die stagnierenden Nutzerzahlen wieder relevanter zu werden. Im Detail heißt das, dass Kunden einfacher mit dem Laden in ihrer Nähe interagieren können.

Nehmen wir das Beispiel Restaurant: Ihr könnt künftig direkt im oberen Bereich einen Button zur Durchführung einer Reservierung anbieten. Alternativ können Geschäfte dort auch anstehende Events oder aktuelle Angebote bewerben. Auch die Empfehlungen anderer Kunden werden prominenter platziert.

Diese Bewertungen sind auch für die restliche Facebook App wichtig, denn diese bekommt einen Bereich, in dem die am besten bewerteten Läden in der Nähe angezeigt werden.

Damit werdet ihr nicht nur auf Facebook, sondern vor allem für potenzielle Kunden in der unmittelbaren Nähe sichtbarer.

Was sagt ihr dazu? Ist Facebooks Local Kurs eine Chance oder seid ihr eher Team Google Maps? Verratet es uns in den Kommentaren.

Studie zum Kauf über Amazon Echo

Keiner kauft über Alexa! Das hat sich Amazon sicherlich anders vorgestellt, denn zwar haben sich weltweit bereits 50 Millionen Menschen ein Amazon Echo besorgt, jedoch kauft niemand mit Alexa ein.

Während sich der Online-Riese erhoffte, dass wir so noch viel mehr kaufen, weil es viele einfacher ist, Alexa kurz zuzubrüllen, dass man doch noch Socken braucht, als diese mühselig zu suchen und dann über den Warenkorb am Rechner oder Smartphone zu bestellen.

Doch was machen wir?

Musik hören und Nachrichten. Amazon Echo ist für uns momentan quasi ein besseres Radio – mehrt aber auch nicht. Gerade mal 2 Prozent der Echo Besitzer haben, laut eine Studie von The Information, über den smarten Assistenten etwas gekauft. Die meisten von ihnen haben das nach dem ersten Mal nie wieder getan.

Doch warum?

Weil wir gerade bei größeren Anschaffungen recherchieren wollen. Wir lesen manchmal zig Produktbeschreibungen und vergleichen Bewertungen bis wir uns entschieden haben, welcher Fernseher, welche Kamera oder welche Waschmaschine es denn nun sein soll. Diesen Vergleich bietet Alexa momentan einfach noch nicht.

Und was sagt Amazon dazu?

Der e-Commerce-Riese bleibt noch entspannt, denn noch sei Voice Shopping kein Massenmarkt. Künftig wird er sich laut Amazons Prognosen jedoch dazu entwickeln. Ganz so schlecht seien die Ergebnisse in Wirklichkeit auch gar nicht, denn laut eigenen Untersuchungen soll jeder fünfte Amerikaner schon einmal über Sprachbefehl gekauft haben.

Zu Beginn des Jahres schätzten Analysten der OC & C Strategy Consultants, dass im Jahr 2022 40 Milliarden US-Dollar über das Voice Shopping umgesetzt werden. Dabei werden es vorerst alltägliche Haushaltsgegenstände sein. Wenn ihr beispielsweise immer dieselbe Sorte Kaffee kauft, bietet sich hier auch die Bestellung über Alexa an. Teure Anschaffungen, wie Elektrogeräte scheiden hier erstmal aus, weil wir hier dann doch noch gerne selber recherchieren und nicht allein auf Alexa vertrauen wollen.

Voice Shopping wird wohl noch ein wenig brauchen, bis es sich etabliert. Würdet ihr denn über Alexa etwas bestellen oder habt ihr es vielleicht sogar schon getan? Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren teilt.

Und das war’s für diese Woche bei OMG!. Wir hoffen, ihr konntet wieder etwas mitnehmen und ihr startet nun gut in die neue Woche.

Zum Schluss empfehlen wir euch noch dringenst, unseren Channel zu abonnieren, denn dann verpasst ihr keine News mehr und wir sehen uns vielleicht jede Woche. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann lasst ein Like da, wenn noch Fragen offen sind, dann haut sie in die Kommentare und wir kümmern uns auf jeden Fall darum.

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

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