OMG! KW 39 – Google-Urteil, Facebook sperrt Targeting, Pinterest wächst, Amazon Locker, Effektiv auf dem Bits & Pretzels

In der neuesten Ausgabe OMG! – Die Online-Marketing Goods haben wir wieder das Spannendste aus einer Woche Online-Marketing für euch zusammengefasst. Das sind unsere Themen: Google-Urteil: So will der Internet-Riese seine Produktsuche für Europa anpassen, Facebook sperrt Targeting-Optionen für die Zielgruppenauswahl, Pinterest wächst in Deutschland unaufhaltsam und wird immer interessanter für Advertiser, Amazon baut hunderte Abholstationen und Effektiv unterwegs auf dem Bits & Pretzels 2017 in München.

 

Google liefert Lösung für Milliarden-Urteil

Google muss die eigene Produktsuche überdenken. Nachdem der Konzern von der EU wegen Manipulierung der Suchergebnisse und Ausnutzung der Marktmacht verklagt wurde, entschied das Gericht, dass Google über 2 Milliarden Euro Strafe zahlen muss.

Zwar fechtet Google das Urteil kurz vor Ende der Frist nun an, bis endgültig entschieden ist, wer nun Recht hat, muss Google die verhängte Strafe jedoch umsetzen. Neben den 2,4 Milliarden Euro muss Google Änderungen an der Produktsuche der deutschen Domain und auch auf google.com vornehmen.

Damit Google den Wettbewerb nicht verzerrt, verlangt die EU zum Beispiel, dass Suchergebnisse nicht gegen Bezahlung höher gerankt werden oder Nutzer nicht mehr Informationen bekommen, als bei konkurrierenden Preis-Suchmaschinen. Außerdem dürfen Verkäufer nicht die Möglichkeit haben, ihre Marke und ihr Produkt bei Google breiter zu inszenieren, als bei einer konkurrierenden Preis-Suchmaschine.

Kurzum: Die Eu findet, dass Google viel besser als die Konkurrenz ist, und das geht ja so nicht.

So richtig erschließt sich uns noch immer nicht, warum Google dafür bestraft wird, dass sie besser sind als der Rest. Außerdem ist Google letztlich auch nur eine Website, die doch anzeigen darf, was sie will, solange sie mit dem Inhalt nicht gegen gesetze verstößt.

Dennoch bietet Google nun einen Kompromiss an, der alle Parteien glücklich machen könnte. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll Google ein Auktions-System für die Platzierung in der Produktsuche in Erwägung ziehen. Das System ist nicht neu, denn AdWords funktioniert seit Jahren so. Google-Konkurrenten könnten künftig also Anzeigen schalten, um in der Produktsuche aufzutauchen. Umso mehr Geld man also in die Hand nimmt, desto besser ist die Platzierung.

Damit es fair bleibt, ist Google selbst auch Teil des Systems und muss ebenfalls für eine Platzierung zahlen. Zugegeben, das Geld bleibt in diesem Fall im Unternehmen, jedoch könnte diese Änderung alle Bedingungen der EU erfüllen.

Was haltet ihr vom Google-Urteil? Gerecht oder Blödsinn? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentarspalte.

Facebook sperrt Targeting Optionen

Nach diversen Missbräuchen sperrt Facebook das Targeting nach Jobtitel, Unternehmen, Universität und Bildung.

In dieser Woche wurden einige zwielichtige Targeting-Optionen im Werbeanzeigenmanager öffentlich. So konnten Werbetreibende zum Beispiel „Juden-Hasser“ in die Zielgruppe mit aufnehmen.

Zugegeben, die Gruppe an Usern, die so etwas in ihrem Profil angeben ist sehr klein, sodass diese Anzeigen nicht weit verbreitet sein dürften, jedoch stellt sich die Frage, warum User solche menschenverachtenden Ausdrücke überhaupt in ihrem Profil mit aufnehmen können, ohne dass Facebook hier aktiv wird.

Nun begibt sich der Social Media Riese jedoch erstmal auf die Suche nach weiteren zweifelhaften Targeting-Optionen. Bis dahin wird jedoch eine ganze Reihe von ihnen vorerst gesperrt. Zum Leidwesen der Advertiser, denn betroffen sind die Kategorien „Universität“, „Studium“, „Arbeitgeber“ und „Jobtitel“.

Aktive Kampagnen sollen erstmal normal weiter laufen, jedoch ist anzunehmen, dass die entsprechenden Zielgruppen-Einstellungen bald nicht mehr greifen werden. Ihr solltet eure laufenden Anzeigen also im Auge haben, bis Facebook eine Lösung für das Problem gefunden hat. Das ist hoffentlich zeitnah der Fall, denn die gesperrten Optionen sind zum Teil unverzichtbar für zielgerichtete Werbung.

Habt ihr die Änderung schon bemerkt? Was haltet ihr von der Sperrung? Berechtigt oder überflüssig? Wir freuen uns über eure Meinungen.

Pinterest bei deutschen Usern immer beliebter

„Pinterest ist doch nur was für Frauen, die nach Ideen für Fingernägel, Brautmode und Do-it-yourself-Deko stöbern.“ Dieses Klischee machte Pinterest lange zum Außenseiter unter den sozialen Netzwerken. Auch Werbetreibende halten sich bis jetzt eher zurück, über Pinterest die Zielgruppe zu erreichen.

Doch die Zielgruppe wächst unaufhörlich und damit auch die Themenvielfalt und die Möglichkeiten, als Unternehmen Werbung zu schalten. Weltweit pinnen jeden Monat über 200 Millionen User inspirierenden Content an ihre virtuellen Pinnwände. Das entspricht einem Anstieg von 40 Prozent innerhalb eines Jahres.

In Deutschland erfreut sich die Pinterest-App besonderer Beliebtheit. Hier beträgt der Anstieg der Nutzer ganze 73%! Langsam scheinen auch männliche Nutzer auf den Geschmack zu kommen. Die Zahl der männlichen Nutzer stieg dreimal so schnell an, wie die der weiblichen. Pinterest boomt also, besonders in Deutschland. Zeit für Unternehmen also, sich Gedanken zu machen, wie sie diese Plattform für sich nutzen können.

Habt ihr Fragen zu Pinterest? Wir stehen euch gerne rede und Antwort. Schreibt uns einfach eine Nachricht über Facebook oder mailt uns über info@effektiv.com.

Amazon baut Abholstationen für Pakete

Versand-Riese Amazon baut seine Offline-Aktivitäten weiter aus und setzt die gute alte Deutsche Post damit unter Druck. An 180 Orten in Deutschland befinden sich nämlich mittlerweile „Amazon Locker“, die im Grunde nichts anderes sind, als die bekannten Paketstationen der Post. Amazon-Kunden können sich ihre Bestellung direkt zur Abholstation schicken lassen. Vor allem Shell Tankstellen sind bislang ein guter Kooperationspartner für Amazon.

Bis zum Jahresende sollen allein 200 Tankstellen mit dem Amazon Locker ausgestattet sein.

Doch wozu das Ganze?

Amazon will damit vor allem Pendler erreichen, die ihr Paket so easy auf dem Nachhauseweg einsammeln können. Nach der erfolgreichen Testphase mit 80 Stationen in Berlin, will Amazon nun ganz Deutschland mit den Abholstationen ausstatten. Beliefert werden die Stationen überwiegend von eigenen Mitarbeitern und vereinzelt Hermes. Die Deutsche Post spielt also keine Rolle in diesem Geschäft.

Was sagt ihr zu den Plänen von Amazon? Praktisch? Gefährlich für die Deutsche Post oder ist euch schlichtweg egal, bei wem ihr euer Paket abholt?

Effektiv auf dem Bits & Pretzels 2017 in München

Wir sind wieder einmal unterwegs. Dieses mal treiben wir uns auf dem Bits & Pretzels in München herum. Heute läuft bereits Tag 2 des größten Startup-Events Deutschlands.

Was es dort zu sehen und zu hören gibt, erfahrt ihr hier bei Facebook, in unseren Instagram Stories, per Live Ticker auf Twitter und natürlich im Anschluss des Events auf YouTube und im Effektiv Blog. Ihr seht, es lohnt sich also, uns zu folgen, denn wir versorgen euch mit allem, was in der Online-Marketing Welt wichtig ist.

Also abonniert unseren YouTube-Channel, liked unsere Facebookpage oder folgt uns auf Instagram und Twitter – oder am besten alles zusammen. Natürlich freuen wir uns auch über euer Feedback in den Kommentaren oder per Direct Message über Facebook.

Bis dahin verabschiede ich mich erstmal und freue mich, wenn wir uns nächsten Montag zur neuesten Ausgabe OMG! wiedersehen.

Und hier nochmal alle Themen zum Nachlesen:

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

Wie ist deine Meinung?

Bekannt aus: