OMG! KW29 – Facebook Video Creation Kit, YouTube Hashtags, EU-Rekordstrafe für Google, Emoji SEO & Responsive AdWords Anzeigen

Ihr habt es geschafft! Die Woche ist so gut wie vorbei und das Wochenende ist in greifbarer Nähe! Zeit, um nachzuholen, was ihr in dieser Woche nicht geschafft habt: euch auf dem Laufenden zu halten. Ein neues Facebook Video Tool, YouTube Hashtags, Google muss Rekordstrafe an EU zahlen, Emojis können euer Ranking verbessern und Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen bei Google AdWords – wir haben da mal etwas vorbereitet und fassen alles Wichtige aus der digitalen Welt im handlichen Videoformat für euch zusammen. Das ist OMG!

Facebook Video Creation Kit

Video ist noch immer Content King. Deswegen denkt sich auch Social Media Riese Facebook immer wieder neue Funktionen und Tools aus, damit ihr Videocontent produziert und über die Plattform verbreitet.

Mit dem Video Creation Kit stellt euch Facebook nun ein Tool zur Verfügung, mit dem Jedermann einfache Clips im Handumdrehen produzieren können soll.

Das sind große Worte und auch der Name Video Creation Kit klingt nach unbegrenzten Möglichkeiten und einfache Umsetzung.

Gut, es ist zumindest einfach. Bevor einige von euch nun aber zu viel erwarten: mit dem Tool könnt ihr keine Videos bearbeiten oder schneiden. Es geht um die Produktion einfacher Clips, ähnlich wie in den Slideshow-Posts.

Facebook stellt euch dafür verschiedene Templates zur Verfügung, mit denen ihr auch mit wenig Ressourcen einen schicken Clip produzieren könnt.

Die gute Nachricht: das Tool wird für jeden von euch verfügbar sein – egal wie groß oder klein eure Fanpage ist. Zunächst sind die produzierten Videos nur für Werbeanzeigen vorgesehen.

Aus diesem Grund findet ihr das Tool auch im Werbeanzeigenmanager. Wenn ihr eine Kampagne erstellt, dann wählt ihr auf Anzeigenebene einfach das Format Video aus und könnt dann auf die vorgefertigten Templates zugreifen und diese bearbeiten.

Die dort erstellten und abgespeicherten Clips könnt ihr später natürlich auch für ganz normale Posts auf eurer Fanpage nutzen. Allerdings ist das ein eher umständlicher Weg, weil ihr das Video erst aus der Mediathek im Werbeanzeigenmanager herunterladen müsst, um es anschließend auf der Fanpage wieder hochzuladen.

Wir gehen davon aus, dass Facebook das Tool bald auch für die Fanpages zur Verfügung stellt.

Bevor ihr jetzt loslegt und schicke Werbeclips erstellt: Facebook plant den Launch des Tools im August. Ihr müsst euch also noch ein wenig gedulden.

Kleiner Tipp am Rande: Nutzt die englische Sprachversion von Facebook. Hier stehen neue Tools oft schon früher zur Verfügung.

YouTube Hashtags

Seit nunmehr 10 Jahren sind sie aus dem Internet, wie wir es kennen, nicht mehr wegzudenken. Angefangen hat alles auf Twitter, damit Ordnung in die Fülle der Tweets kam.

Auch Instagram lebt von den Markierungen mit dem Rautesymbol. Hier könnt ihr sogar neben Personen oder Unternehmen eigenen Hashtags folgen, um nichts zu verpassen, was zu diesem Thema gepostet wird.

Nur ein Internet-Gigant hat sich mit Hashtags bislang eher zurückgehalten: Google. Hier spielt die Raute eine eher untergeordnete Rolle – bis jetzt!

Seit dieser Woche zeigt YouTube nämlich Hashtags über dem Videotitel an. Warum? Aus dem gleichen Grund, warum sie sich auch schon auf anderen Plattformen etabliert haben: Ordnung.

Die Themen sollen so einfach besser miteinander verknüpft werden.

Wie die Hashtags an diese prominente Stelle zwischen Video und Titel landen? Durch euch. Ihr setzt relevante Hashtags in der Videobeschreibung und YouTube präsentiert sie dann automatisch nicht unbedingt schön, aber dafür gut sichtbar.

Ihr solltet also vor jedem Upload unbedingt Hashtags recherchieren. Was passt zum Inhalt eures Clips und wird zwar oft genutzt, dass ihr viele User erreicht, aber nicht so oft, dass ihr in der riesigen Welle dieses Hashtags untergeht?

Außerdem solltet ihr einen eigenen Branded Hashtag kreieren, denn dadurch verknüpft ihr all eure Videos automatisch miteinander und der User gelangt von einem eurer Clips schnell zum nächsten.

Wichtig für euch zu wissen: YouTube schnappt sich nur die ersten drei Hashtags aus der Videobeschreibung. Ihr solltet also sehr genau auswählen, welche das sind und eure Beschreibung anpassen.

Ihr könnt das Ganze jedoch auch umgehen und einen Hashtag direkt im Titel setzen. Der ist nämlich ab sofort klickbar und ersetzt die automatisch gesetzten Hashtags.

Was bedeutet das für euch?

Hashtags sind eine Chance, um eure Videos weiter zu verbreiten. Mehr User könnten durch die Suche über einen solchen Hashtag bei euren Clips landen.

Darum solltet ihr nicht nur eure neuen Clips mit relevanten Hashtags versehen. Auch die älteren Videos aus dem Archiv sollten nochmal überarbeitet werden.

Weitere Regeln zu YouTube Hashtags findet ihr im Support Center. Den Link dazu haben wir euch in die Videobeschreibung gepackt.

Auf dem Desktop und in Android funktionieren die Hashtags auf YouTube bereits. iOS wird vermutlich in den nächsten Wochen folgen.

EU-Rekordstrafe für Google

Google wird mal wieder von der EU zur Kasse gebeten. Grund dafür ist dieses Mal das Smartphone Betriebssystem Android.

Dieses Mal könnte es für Google knüppeldick kommen. Abgesehen von der verhängten Rekordstrafe von 4,6 Milliarden Euro Strafe, sind nämlich diverse Auflagen Teil des Urteils, die das Geschäftsmodell von Google Android in Frage stellen.

Was ist genau passiert?

Wer ein Android-Smartphone kauft, der kann sich beim ersten Anschalten über eine Fülle von vorinstallierten und oft nicht löschbaren Google Apps freuen.

Genau das ist jedoch der Knackpunkt, denn die EU Auflage fordert nun, dass Google innerhalb von 90 Tagen die Bündelung der Google-Apps mit dem Play Store beenden muss.

Was bedeutet das für Google?

Android ist sowohl für die Nutzer als auch die Smartphone Hersteller absolut kostenlos. Jeder kann das Betriebssystem einfach so nutzen.

Will der Hersteller jedoch auch Zugriff auf den Play Store haben, dann greifen die Google-Regeln und es müssen diverse andere Google-Apps, wie Gmail oder auch YouTube mit vorinstalliert werden.

Mit diesen Apps verdient Google über Android Geld. Genau dieses Geschäftsmodell wird nun aber durch das Urteil verboten.

Was heißt das für euch?

Google muss schauen, wie es mit Android auf anderem Wege Geld verdient. Dabei liegt die Vermutung nahe, dass der Internet Riese in Zukunft Lizenzgebühren für das Betriebssystem von den Handyherstellern verlangt.

Das würde sich wiederum auf den Preis der Geräte auswirken.

Viele Apps funktionieren nur auf Android und mit Hilfe des Google Play Frameworks. Außerdem würdet ihr künftig ein gänzlich nacktes Gerät kaufen und müsstet beim ersten Anschalten erstmal Zeit investieren,

Um Apps zu installieren, die ihr jeden Tag nutzt und bislang selbstverständlich auf jedem Smartphone vorinstalliert waren.

Damit das alles nicht passiert, könnte Google mit einem Trick dem Urteil gerecht werden und müsste nicht viel verändern.

Was wäre, wenn Google die Smartphone Hersteller dafür bezahlt, dass die Google Apps auf ihren Geräten vorinstalliert werden.

Diese Summe wäre dann in etwa identisch mit den Lizenzgebühren, die die Hersteller wiederum an Google zahlen müssten, um Android zu nutzen. Zumindest theoretisch ist das eine mögliche Lösung des Problems.

Wir halten euch zu diesem Thema auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Emojis als Eyecatcher in den SERP’s?

Am Dienstag war Welt-Emoji-Tag. Die kleinen Symbole, die unsere Kommunikation restlos auf den Kopf gestellt haben, erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit.

Warum also nicht Emojis auch in der Suchmaschinenoptimierung als Eyecatcher nutzen?

Darüber haben sich die Kollegen von onlinelupe.de Gedanken gemacht und sich die Frage gestellt, ob Emojis Einfluss auf das Ranking haben können.

Eins ist Fakt: Emojis erregen Aufmerksamkeit. Stellt euch eine gewöhnliche Suchergebnisseite bei Google vor. Dort seht ihr Anzeigen, vielleicht ein paar Universal Search Ergebnisse und auf jeden Fall organische Suchergebnisse mit Title, Domain und Meta-Description.

Fügt ihr in eins dieser Elemente ein passendes Emoji ein, stecht ihr mit eurem Suchergebnis ganz schnell aus der Masse heraus und könnt so die Click-through-rate aka Klickrate erhöhen.

Plötzlich spielt es nahezu keine Rolle mehr, ob ihr an erster oder fünfter Stelle steht, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der User zuerst euren Title mit dem lustigen Lach-Emoji wahrnimmt.

zuletzt sorgten Rewe oder auch Lieferdienst.de mit Fußball-Emojis passend zur WM in den SERP’s für Aufsehen.

Wir würden euch daher empfehlen, Emojis einfach mal für ausgewählte Angebote in den Titles oder Descriptions zu testen.

Wichtig dabei ist jedoch, dass ihr die Emojis nicht um jeden Preis einbaut. Das wirkt schnell stumpf und unüberlegt. Das jeweilige Emoji muss bekannt und beliebt sein und sollte zu eurem Angebot passen.

Auf sistrix.de findet ihr eine Liste mit den beliebtesten und meistgenutzten Emojis in SERP’S. Den Link dazu findet ihr in der Videobeschreibung.

Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen in Google AdWords

Mit den Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen steht nämlich ein neues Werbeformat in Google AdWords in den Startlöchern, das euch künftig viel Arbeit abnehmen kann.

Mit Hilfe von Machine Learning könnt ihr nämlich künftig bis zu 15 verschiedene Titel und 4 verschiedene Beschreibungen für eure AdWords Anzeigen angeben.

Google kombiniert diese verschiedenen Versionen solange, bis die erfolgreichste Version eurer Anzeige gefunden ist.

Das heißt also, Google testet vollkommen automatisch verschiedene Versionen eurer Anzeige, was euch einen Haufen Arbeit erspart.

Dabei werden bis zu drei eurer angegebenen Titel und zwei eurer Beschreibungstexte in einer Anzeige verwenden und immer wieder ausgetauscht.

Das bedeutet für euch: umso mehr Versionen ihr angebt, desto mehr Spielraum gebt ihr dem Machine Learning, um zu testen, was am besten funktioniert.

Da auch die Reihenfolge und die Anzahl der verwendeten Titel variiert, solltet ihr beachten, dass jeder Titel sowohl zusammen mit den anderen als auch allein Sinn ergibt.

Wenn ihr Keywords oder Wortgruppen habt, die auf jeden Fall im Titel erscheinen sollen, dann könnt ihr diese an Position eins fixieren und Google nimmt diese Keywords in jede Version mit auf.

Ganz schön cool, oder?

Momentan befindet sich das Werbeformat noch in der Beta-Phase, aber wir rechnen in den nächsten Wochen mit dem weltweiten Rollout.

Dann heißt es für euch: TESTEN. Die Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen versprechen weitaus weniger Arbeitsaufwand und mehr Effizienz. Dennoch solltet ihr euch nicht blind auf das Machine Learning verlassen und eure Kampagnen im Auge haben, denn durch die ständige Variation der Anzeigen, wird auch die Leistung der Kampagne steigen und fallen.

Hier solltet ihr den Überblick behalten und reagieren, wenn die Leistung zu stark abfällt.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr übrigens hier: https://www.effektiv.com/responsive-adwords-anzeigen-5155.html

Selbstverständlich können wir euch als zertifizierte AdWords Agentur auch gerne dabei unterstützen.

Und das wars für diese Woche von OMG! Wir hoffen, die Folge hat euch gefallen und ihr konntet etwas mitnehmen.

Wenn ja, dann berichtet uns von euren Erfahrungen und Learnings. In der Kommentarspalte ist genug Platz für eure Meinungen.

Wenn euch die Folge gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich über einen Like.

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Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

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