OMG! KW30 – Facebook Satelliten „Athena“, Bundeswehr KI, Instagram Bots uvm. bei OMG!

Die neue Folge OMG! ist da! Das Thermometer droht zu platzen und wir haben wieder brandheiße News aus der Welt des Digitalen für euch gesammelt. In dieser Folge für euch: Facebook steigt ins Satelliten Internet Business ein, die Bundeswehr arbeitet an einer eigenen künstlichen Intelligenz, Instagram kämpft gegen Bots, frische Zaheln zu Voice Search und smarten Assistenten und Google markiert ab sofort HTTP als „nicht sicher“.

Facebook “Athena”

Facebook will per Satelliten Internet in jede Ecke der Erde bringen.

Mark Zuckerberg sieht offenbar noch Potenzial in Sachen Reichweite und neue User, denn wie das Magazin Wired nun aufdeckte, will Facebook Ins Satelliten-Internet-Business einsteigen.

Moment mal! Sind Satelliten nicht mittlerweile out? Fernsehen schauen wir doch auch digital! Das mag stimmen und jeder der eine Glasfaser-Verbindung hat, kann sich auch über schnelles Internet ohne Ruckeln freuen.

Diesen Standard hat jedoch bei weitem nicht jeder auf unserem Planeten. Glasfaser-Kabel und die Verlegung sind nämlich aufwändig und teuer.

Da kommt der gute alte Satellit für Facebook gerade richtig. Diese werden in den sogenannten “Low Earth Orbit” gesandt und sollen auch in Gegenden, in denen es bislang kaum Internet gibt, eine Breitbandverbindung möglich machen.

Nach OneWeb, Space Norway, Telesat und Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ist Facebook das fünfte Unternehmen, dass die Genehmigung von der zuständigen Behörde FCC bekommen hat. Viel möchte uns der Social Media Riese noch nicht über das Projekt verraten nur, dass es bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahres starten soll.

Schnelles Internet für alle also. Danke Facebook! Was haltet ihr denn von der Idee, Internet per Satellit noch zugänglicher zu machen? Brauchen wir immer und überall Internet? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren.

Künstliche Intelligenz bei der Bundeswehr?

Die Bundeswehr will Kriege voraussagen können. Wenn wir an unsere gute Bundeswehr denken, fällt uns ganz schnell wieder ein, dass die Ausrüstung eher aus grauer Vorzeit stammt und des Öfteren bemängelt wird.

Erst in dieser Woche hat der Bundeswehrverband in seinem Wehrbericht recht unmissverständlich klar gemacht, dass der Zustand der Truppe “definitiv schlimm” sei. Überrascht hat uns in dieser Woche deswegen eine weitere Nachricht aus den Reihen der Bundeswehr.

Das Bundesverteidigungsministerium will nämlich eine künstliche Intelligenz, die bei der Vorhersage von Krisen und Kriegen helfen soll. Gut, zwischen wollen und haben besteht ein Unterschied, aber es gibt bereits konkrete Pläne.

Die lernfähige Software soll Tendenzen erkennen, die menschlichen Analysten nicht auffallen. Das System soll von den Entwicklern mit Informationen aus öffentlichen als auch geheimen Quellen gefüttert werden.

Dabei handelt es sich wohl um Presseberichte, Einträge aus Sozialen Medien, statischen Erhebungen, Wirtschafts-, Polizei- und Militärdatenbanken aber auch Geheimdienstinformationen, die sonst nur die wenigsten Menschen zu Gesicht bekommen.

Mehr als diese Wünsche und Pläne gibt es bislang nicht, denn gerade werde noch nach einer passenden Basis gesucht.Wenn die Bundeswehr jedoch soweit ist, soll die künstliche Intelligenz Verknüpfungen der Daten herstellen, die auf angehende Krisen oder Kriege hinweisen.

Das heißt, wir würden dann wissen, wo Krieg ausbricht, bevor es die Beteiligten vor Ort wissen und könnten handeln. Bis zu 18 Monate soll das System in die Zukunft schauen können.

Was sagt ihr dazu? Sollte die Bundeswehr wirklich in eine solche KI investieren? Wie sinnvoll ist das eurer Meinung nach wirklich? Sagt es uns in den Kommentaren.

Jedes zehnte Instagram-Profil ist offenbar ein Bot.

Die Instagramer unter euch werden es kennen: Profile, die euch folgen und kurz danach wieder weg sind oder Kommentare, wie “Nice!” oder “Awesome” unter euren Posts von Profilen, die so gar nichts mit euren Interessen am Hut haben. Bots sind eine Plage auf Instagram, die mit dem Aufkommen von Influencer-Marketing nochmal gehörig an Fahrt aufgenommen hat.

Eine aktuelle Analyse von The Information und Ghost Data zeigt nun, wie akut das Problem wirklich ist. Demnach sind nämlich etwa 9,5% aller Instagram Accounts Bots. Das sind immerhin 95 Millionen!

2015 waren es noch knapp 8%. Die Zahl der Bots wächst also unaufhörlich mit der Zahl der aktiven User. Instagram, Influencer, Unternehmen, Agenturen und auch die Otto-Normal-User wissen, dass es Bots gibt.

Jeder distanziert sich mittlerweile von gekauften Followern oder Reaction-Bots. Das Problem besteht jedoch weiterhin. Die meisten Bots bestehen aus inaktiven Profilen. Davon werden von Instagram jedes Jahr millionen gelöscht.

Offenbar schießen jedoch ständig so viele neue Fake Accounts aus dem Boden, dass Instagram nicht hinterher kommt. Meist haben die Bots nur ein Ziel: Follower. Das ist jedoch ein Trugschluss. Wer mithilfe von Bots innerhalb kürzester Zeit tausende neue Follower ergattert, hat letztlich nur eine nette Zahl in seinem Profil stehen.

Keiner der neuen “Fans” interessiert sich wirklich für das Unternehmen oder den Content, der gepostet wird. Auf Instagram geht es, wie auch in jedem anderen sozialen Netzwerk, darum, seine Follower zu erreichen, sie an die Marke zu binden und immer wieder auf Neue mit ihnen zu interagieren.

Der große Nachteil an vielen Followern, die jedoch nichts mit euch anfangen können sind die höheren Werbekosten. Ihr bezahlt mehr für eure Werbekampagnen, erreicht jedoch trotzdem nur die wirklichen Fans. Robert Levenhagen von InfluencerDB schätzt den Schaden durch Bots auf 500 Millionen Dollar.

Da sich die Bot-Entwickler immer wieder neue Methoden einfallen ist es schwer für Instagram, die Aktivitäten der Fake Accounts weiter einzudämmen. Grundsätzlich wird jedes neue Profil von der Plattform geprüft, bevor es veröffentlicht wird. Momentan rutschen jedoch noch zu viele Fake Profile durch diese Prüfung.

Darum ein Appell an euch: Wenn ihr auf einen Account stoßt, der offenbar nur Fake ist, dann meldet ihn bei Instagram. So geht der Account nochmals in die Prüfung und wird in den meisten Fällen gelöscht. Ihr könnt also auch etwas dafür tun, dass Instagram so bleibt, wie ihr es kennt und mögt. Habt ihr schon Profile gemeldet, die euch komisch vorkamen? Woran erkennt ihr vermeintliche Bots? Sagt es uns in de Kommentaren.

Voice Search Studie

Sprachassistenten sind weiter auf dem Vormarsch. Das zeigt uns eine aktuelle Studie von Convios Consulting, wonach jeder fünfte deutsche Internetnutzer mittlerweile einen Sprachssistenten wie Amazon Echo oder auch Google Home im Einsatz hat.

Doch was machen wir überhaupt mit den smarten Geräten zuhause? 52% der Befragten hören damit Musik. Das ist jetzt alles andere, als spektakulär, schließlich haben meine Eltern auch schon im Wohnzimmer zu den größten Hits der 80er getanzt.

Auch der zweite Platz rechtfertigt noch nicht die Anschaffung eines smarten Assistenten gegenüber einem stinknormalen Radio. 40% der Nutzer lassen nämlich aktuelle Nachrichten vorlesen.

Interessant wird es auf Platz 3, denn 29% der Befragten nutzen die Geräte für die Websuche. Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Wie ihr eure Inhalte für Voice Search SEO optimiert, erfahrt ihr übrigens im Effektiv Blog. Den Link zum Artikel findet ihr unten in der Videobeschreibung.

Bei all der Freude über unsere kleinen, smarten Helfer dürfen wir jedoch eines nicht vergessen: die Angst vor dem Unbekannten. Aus der Studie geht nämlich auch hervor, dass 62% der Befragten Bedenken haben, Sprachassistenten zu verwenden.

Rund ein Drittel davon befürchtet, dass ihre private Kommunikation permanent überwacht und von unbefugten Dritten mitgehört und gespeichert wird. 56% verzichten genau aus diesem Grund ganz auf Alexa, Siri & Co.

Ihr seht, das Thema scheidet die Geister. Was habt ihr für eine Meinung zu diesem Thema? Sind smarte Assistenten nützlich oder eher beängstigend? Sagt uns in den Kommentaren, was ihr darüber denkt.

HTTP nicht mehr sicher

HTTPS ist seit spätestens Dienstag für jeden von euch Pflicht! Mit dem Update auf Chrome 68 werden Webseiten ohne HTTPS im Browser von Google seit dieser Woche als unsicher gekennzeichnet.

Das ist natürlich ein starkes Argument für den User, eure Website schnellstmöglich wieder zu verlassen. Bereits im Februar hatte Google diesen Schritt angekündigt, damit alle noch genügend Zeit haben, auf HTTPS umzusteigen. Nun gibt es keine Gnade mehr. Während bislang in der Adresszeile vor der URL ein neutrales Infozeichen zusehen war, prangert hier nun ein nicht zu übersehendes “nicht sicher”.

Nicht nur die wahrscheinlich höhere Absprungrate ist bedenklich. Auch das Vertrauen der User in eure Marke könnte rapide sinken, wenn ihr noch immer auf HTTP unterwegs seit. Bislang laufen etwa Dreiviertel der Suchergebnisse auf der ersten Suchergebnissseite unter HTTPS. Es ist also mittlerweile Standard geworden.

Das ist auch gut so, denn unter HTTPS ist nicht nur eine deutlich bessere Datensicherheit gewährleistet, Google belohnt diese Websites auch mit besseren Rankings. Habt ihr schon umgestellt? Wie haben sich eure Rankings seitdem entwickelt. Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

Falls ihr Hände zum Anpacken dieses Problems benötigt, sind wir als Online-Marketing-Experten der richtige Ansprechpartner.

Übrigens: wir suchen übrigens noch weitere Experten, damit wir noch mehr Unternehmen helfen können. Falls ihr also einen Faible für SEO, SEA, Projektmanagement oder auch Social Media habt, dann schaut euch doch mal auf unserer Jobseite um und bewerbt euch bei uns im E-Team in Hannover oder Stuttgart.

Hier findet ihr unsere Online-Marketing Jobs.

Und damit sage ich auch schon wieder Tschüß für diese Woche. Ich hoffe, die Folge hat euch gefallen.

Wenn ihr Fragen, Meinungen, Wünsche habt oder einfach mal Hi sagen wollt, dann schreibt uns auf Facebook oder Instagram, kommentiert dieses Video, lasst auf jeden Fall einen Like da und abonniert unseren YouTube Channel, damit ihr nichts mehr verpasst.

Philipp ist Social Media Ninja im E-Team und kümmert sich (fürsorglich) um den Content auf unserem Blog und unsere anderen sozialen Kanälen. Zudem bringt er als passionierter Schlagzeuger einer Countryband nebenbei ein wenig Redneck-Vibes ins Büro – yeeeehaaaaww!

Kommentar(1)

  • Internet per Satelit ist ja nichts Neues, wenns dann wie bei aktuellen Anbietern eine Verzögerung von mehr als 600-650 Millisekunden gibt( die sich dann aufsummieren), nützt ach die beste Bandbreite nicht viel. Upload wie? hehe kann mir schon denken, warum man keine Details herausgibt - einfach wieder Mal ein paar Meldungen streuen, Aktie und so... zeichenbegrenzung???

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