OMG! KW34 – Supreme und die New York Post, Fake Views bei YouTube, Stories statt Feed uvm. bei OMG!

Moin und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge OMG! – Die Online-Marketing Goods. Ich weiß, es ist Montag – der wohl schwierigste Tag der Woche.
Wir machen es euch aber leicht und fassen die wichtigsten Themen aus der digitalen Welt für euch im handlichen Videoformat zusammen.

Supreme und die New York Post

Supreme macht Print wieder cool. So ziemlich alle Zeitungen haben mittlerweile ein Problem, Anzeigenkunden zu finden, denn Printwerbung ist out. Online ist einfach zielgerichteter und vor allem messbar. Die Modemarke Supreme hat nun aber bewiesen, dass es doch noch funktionieren kann, wenn man es nur richtig anstellt. Wer von euch ab und an durch Instagram scrollt, dem wird das Logo der angesagten Modemarke Supreme schon des Öfteren ins Auge gesprungen sein. Nahezu jeder Promi und auch alle die, die es gerne wären, tragen einen schlichten Hoodie mit dem auffällig unauffälligen Logo. Nun hat sich die Marketingabteilung etwas Besonderes überlegt und warb mit einer nicht zu übersehenden Anzeige auf der Titelseite der New York Post. In gewohnter Manier prangerte einfach nur das Logo der Marke auf der ansonsten völlig weißen Zeitungsseite. Diese minimalistische Herangehensweise zeichnet die Marke nunmal aus. Und was war der Effekt der Kampagne?

Bereits am Montagmorgen um 7.15 Uhr Ostküstenzeit sei die Ausgabe am Busbahnhof am Times Square ausverkauft gewesen. An einem Zeitungskiosk wurden sogar alle 50 Exemplare von nur einer Person gekauft, denn schon jetzt ist klar: diese Ausgabe bekommt Sammlerwert. Am Kiosk kostet die New York Post genau einen Dollar. Auf eBay wurden noch am Erscheinungstag die ersten Exemplare für 12 Dollar verkauft. Mittlerweile gehen die Ausgaben für deutlich mehr über den virtuellen Ladentisch. Was lernen wir daraus?

Print kann noch immer funktionieren, zumindest wenn man Supreme heißt. Die Marke hat ihr Logo bereits auf Papiertüten, Brechstangen und auch Ziegelsteine gedruckt. Der Effekt ist immer derselbe: die Produkte mit dem Logo werden gekauft. Wer von den glücklichen New Yorkern, die eine Ausgabe der Times bekommen haben, auch wirklich mal in der Zeitung geblättert hat, darüber kann man sich nun streiten.

Der plötzliche Run auf die Printausgabe der New York Post kommt aber sicherlich nicht, weil alle plötzlich wieder Lust haben, in der U-Bahn in einem riesigen Stück, dünnem Papier zu blättern. Im Fall von Supreme geht es weniger um das Produkt an sich. Mit regelmäßigen Aktionen wird die Marke als exklusiven und hip dargestellt. Viele Kunden, die auf der ganzen Welt Schlange stehen, um limitierte Auflagen der Marke zu ergattern tun das nur, um die Produkte anschließend weiter zu verkaufen. Supreme und der New York Post wird das herzlich egal sein, denn diese Kooperation hat sich für beide definitiv gelohnt.

Wie sieht es bei euch aus? Versteht ihr den Hype um Supreme? Habt ihr vielleicht auch gute Erfahrungen mit Printkampagnen in Zeitungen gemacht. Erzählt es uns in den Kommentaren.

Google Cameos App

Google Cameos bringt Promi-Videos in die Websuche. Social Media und Google – zwei Sachen, die von den Meisten erst einmal nicht in direkte Verbindung gebracht werden. Google startete zwar schon reichlich Versuche, auch hier ein Big Player zu werden, aber etwas Ernstzunehmendes war bislang nicht dabei. Gut, wir haben mit YouTube die zweitgrößte Suchmaschine und das größte Videonetzwerk, jedoch hinkt der Vergleich zu Facebook, Instagram und Co, denn YouTube ist eben doch mehr Suchmaschine, als Netzwerk.

Nun hat sich Google auf einen Fakt konzentriert, der Social Media so erfolgreich macht: den direkten Draht zu Promis oder auch halbwegs bekannten Leuten. Längst kommunizieren die großen Stars über Facebook, Snapchat oder Instagram mit ihren Fans, die sich so ihren Idolen ein Stück näher fühlen. Die scheinbare Nähe will nun auch Google erzeugen und bringt mit der Cameo App ein Werkzeug für Promis an den Start, mit dem diese per Videobotschaft die Fragen ihrer Fans beantworten können – und das direkt in der Googlesuche.

Ausgewählte und von Google freigeschaltete Promis können mit Posts on Google schon seit Längerem eigene Beiträge verfassen, die anschließend in der Websuche auftauchen. Nun geht das jedoch auch per Video. Dem Promi werden innerhalb der App die am häufigsten gestellten Fragen angezeigt, die dann direkt beantwortet werden können. Die Clips werden dann direkt in der Googlesuche angezeigt, wenn ein User besagte Frage stellt. Ihr könnt es euch also quasi als Social Media Posts innerhalb der Websuche vorstellen. Das klingt zugegebenermaßen erstmal etwas eigenartig, aber ist wiederum ein logischer Schritt, denn Google hat sich längst von einer Such-. zu einer Antwortmaschine entwickelt.

Sind wir doch mal ehrlich: Wer könnte eine Frage zu einem Promi besser beantworten, als der Promi selbst? Bis jetzt steht die App nur einem sehr kleinen Kreis von Promis mit einem iPhone zur Verfügung, denn Google Cameos befindet sich noch in der Testphase. Wir können jedoch davon ausgehen, dass sich dieser Kreis schnell vergrößern und die Suchanfragen nach Promis ankurbeln wird.

Wie findet ihr die Idee von Google? Wird das funktionieren? Wem würdet ihr denn am liebsten eine Frage stellen? Das alles könnt ihr uns unten in den Kommentaren erzählen.

Fake Views bei YouTube

YouTube kämpft gegen Fake Views. Wie in anderen sozialen Netzwerken, könnt ihr auch auf YouTube Views, Likes oder auch Follower kaufen. Fadenscheinige Unternehmen, die das für euch zum Dumpingpreis erledigen, gibt es wie Sand am Meer. Wie das alles wirklich funktioniert und was es bringt, das hat sich nun ein Reporter der New York Times genauer angeschaut und im großen Stil Views gekauft.

5.000 Views für gerade einmal 134,99 Dollar. So schnell kommt ihr bei verschiedenen Händlern zu einer beträchtlichen Anzahl an Views. Diese stammen nicht etwa von echten Menschen, sondern sind auf sogenannten Clickfarmen von Computern generiert. “Egal”, denken sich viele, schließlich gehören die Views zu den stärksten Rankingfaktoren auf YouTube. Natürlich geht YouTube gegen diese Machenschaften vor und filtert immer wieder falsche Views oder Accounts heraus. So soll der Anteil an Fake Views bei unter einem Prozent liegen. Das ist jedoch nur sehr schwer zu glauben. Externe Analysen sprechen hier von einem Anteil von 15 bis 20 Prozent. Somit wäre im Schnitt fast jeder 5. View fake.

Trotz ständiger Anpassungen der Filter, kommt YouTube bei der Flut an Fake View Anbietern nicht hinterher. Auch der Times-Reporter bekam seine Views von den meisten Anbietern bereits nach kurzer Zeit. Spitzenreiter war hier 500Views.com. Hier bestellte er 25.000 Views, die er noch am selbe Tag bekommen hat. Nachdem der Reporter YouTube damit konfrontierte, wurden angeblich zwei Schwachstellen der Filter gefixt und siehe da, die nächsten Views kamen deutlich langsamer oder auch gar nicht. Doch warum läuft das Fake Geschäft auf YouTube so gut?

Die gekauften Views und Follower sind nicht echt. Demnach steht unter den Videos nur eine große Zahl, jedoch haben sich nur die Wenigsten wirklich mit dem Inhalt beschäftigt. Das schmälert die Glaubwürdigkeit des Publishers und die von YouTube. Nichtsdestotrotz sind Views wichtig, um weitere Leute zu erreichen. Viele kaufen Views, um damit dann Aufmerksamkeit bei der echten Zielgruppe zu erzeugen. Solange also Views für den YouTube Algorithmus so wichtig sind, wird auch das Fake View Geschäft existieren.

Doch wenn es auf YouTube nicht mehr um Views geht, um was dann?

Was denkt ihr über das Thema? Ist YouTube noch zu retten oder sind Faker vielleicht ganz normal und gar nicht so schlimm? Wir sind gespannt auf eure Meinungen.

Stories statt Feed

Stories sind der neue Feed! Ja, das ist schon eine recht reißerische Headline, jedoch ist es wahr. Facebook selbst geht davon aus, dass das Storyformat den statischen Feed früher oder später ersetzen wird. Unterstützt wird Facebooks Blick in die Zukunft von einer aktuellen Studie von Buffer und Buzzsumo. Hier wurde 43 Millionen Beiträge auf Facebook analysiert. Erste Erkenntnis: Weil Fanpages immer weniger Reichweite abbekommen, wird öfter gepostet, um diesen Verlust irgendwie abzufangen.

Die größten Fanpages posten mittlerweile mehr als viermal am Tag – allerdings nur Inhalte für den Newsfeed. Das ist eher eine Verzweiflungstat, denn nur weil mehr gepostet wird, steht im Newsfeed nicht plötzlich mehr Platz zur Verfügung. Die Unternehmen hauen Posts raus und hoffen, dass irgendeiner von ihnen gesehen wird. Das hat nicht mehr viel mit Strategie zu tun. Die Studie belegt außerdem, dass mehr Posts sogar schädlich sein können, denn sie führen im Schnitt zu weniger Interaktionen. Aber wir wollten ja eigentlich über Stories sprechen…

Diese werden auf Instagram nacheinander angezeigt, was für den User sehr bequem ist. Dadurch gibt es hier aber auch nicht den begrenzten Platz, wie im Newsfeed. Schaue ich eine Story an, dann sehe ich erstmal nichts anderes, außer die jeweilige Story. Ich kann also nicht abgelenkt werden und konzentriere mich nur darauf. Die einzige Grenze hier ist die Zeit der Menschen, die Stories anschauen. Das führt wiederum dazu, dass es hier genau umgekehrt im Vergleich zum Newsfeed funktioniert: mehr Posts bedeuten mehr Reichweite und mehr Aufmerksamkeit. Quantität statt Qualität!

Doch was ist, wenn Stories den Feed ablösen? Dann verändert sich auch die Art der Interaktion, denn Stories kann ich nicht einfach liken. Von Daumen nach oben und Herzchen, geht es bei Stories klar in Richtung direkte Interaktion. Auf Instagram muss ich der Person schreiben, um ihr zu zeigen, was ich von ihrem Inhalt halte. Durch verschiedene Sticker, wie die Umfrage oder auch der Stimmungsslider, schafft Instagram immer mehr Tools, um Interaktionen hervorzurufen. Auch das macht sich in der Statistik bemerkbar.

Stories sind mittlerweile viel öfter für Interaktionen oder neue Follower verantwortlich, als Posts im Feed. Wir können uns also darauf einstellen, dass Facebook und Instagram die Storyformate und auch die Monetarisierungsmöglichkeiten weiterentwickeln wird. Unternehmen sollten sich Gedanken darüber machen, wie sie Stories in ihre Strategie einbinden und für sich nutzen können.

Wie sieht es denn bei euch aus? Wann habt ihr zum letzten Mal etwas auf Instagram gepostet oder nutzt ihr nur noch Stories? Sagt es uns in den Kommentaren.

IGTV – ein Zwischenstand

Und wir bleiben bei Instagram, denn die Kollegen von den Online-Marketing Rockstars haben eine Zwischenbilanz zu einer weiteren aufstrebenden Funktion auf Instagram gezogen: IGTV. Wie wird das Format genutzt und vor allem wofür?

Das Erste, was auffällt: niemand nutzt IGTV, wofür es eigentlich geschaffen wurde – längere Videos. Große Accounts haben bis zu einer Stunde Zeit, um ihre Inhalte zu vermitteln. Gerade diese Neuerung für Instagram, sollte die Facebook-Tochter konkurrenzfähig zu YouTube machen. In der Realität sieht es jedoch ganz anders aus. Die meisten kommen über Clips, die nicht einmal eine Minute dauern, nicht hinaus. Im Vergleich zu den Stories sind die Videos jedoch hochwertiger produziert.

Die Bilanz nach 2 Monaten IGTV kommt vielleicht etwas früh, ist jedoch in jedem Fall ernüchternd, denn von den Big Playern auf Instagram in Deutschland wird das Format bislang gar nicht oder nur spärlich genutzt. Hier muss Instagram wohl noch ein wenig Aufklärungsarbeit leisten, denn das Potenzial des Formats ist groß.

Gerade Influencer können mit authentischen Videos viele Menschen direkt erreichen. Auch YouTube scheint die Konkurrenz ernst zu nehmen, denn momentan zahlt die Videoplattform fünf- bis sechsstellige Summen an besonders beliebte Creator, damit sie YouTube treu bleiben und nicht abwandern. Für Unternehmen oder große Publisher stellt IGTV oft noch ein Problem dar, denn das Format unterscheidet sich zu allen anderen Plattformen. Videoinhalte müssen meist extra für IGTV produziert werden, denn die klassischen Querformat-Aufnahmen für YouTube oder Facebook funktionieren meist nicht auf IGTV.

Wir halten euch über die Entwicklung von IGTV auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Habt ihr denn schon ein paar Videos auf IGTV gesehen? Wird sich das Format eurer Meinung nach durchsetzen? Sagt es uns in den Kommentaren.

Effektiv News

Wer kommt mit auf die DMEXCO nach Köln?

Wer jetzt vor dem Bildschirm laut “Ich” geschrien hat, der kann uns gerne besuchen kommen. Das E-Team wird nämlich direkt am Google-Stand auf euch warten. Ihr könnt Termine mit uns an unserem Tisch vereinbaren und wir reden kostenlos und unverbindlich mit euch gemeinsam über die Potenziale eurer Online-Kanäle. Was ihr dafür tun müsst? Schreibt uns einfach per Facebook, Instagram oder auch Mail.

Kleiner Tipp: die Termine sind begrenzt, also fragt lieber schnell an, bevor alle weg sind. Wir freuen und auf jeden Fall darauf, mit euch auf der DMEXCO zu quatschen. Und wir haben noch eine brandheiße News in eigener Sache für euch.

Noch bis Freitag läuft unser Gewinnspiel in Zusammenarbeite mit dem Handball Bundesligisten TVB Stuttgart. Wir verlosen auf Facebook und Instagram 5×2 Tickets für das erste Heimspiel der neuen Saison am 30. August in der Porsche Arena gegen den Vize-Meister, die Rhein-Neckar Löwen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist die Person unter dem Beitrag zu markieren, die ihr gerne mitnehmen wollt.

Bis Freitag 10 Uhr habt ihr noch Zeit, den schon um 12 Uhr ziehen wir die Gewinner live auf Facebook. Die Teilnahmebedingungen findet ihr übrigens bei uns im Effektiv Blog.

Und damit sage ich Tschüß für diese Woche. Ich hoffe, die Folge hat euch gefallen. Wenn dem so ist, dann lasst doch einen Like da und abonniert gleich unseren Channel, damit ihr nichts mehr verpasst.

Also, lasst euren Meinungen freien Lauf, gebt uns wenn ihr mögt Feedback in den Kommentaren und startet gut in die neue Woche. Bis bald.

Sören gehört zum Social-Media-und Kreativ-Team in Hannover! Wenn er nicht gerade mit großem Enthusiasmus vorm Macbook sitzt und textet oder Grafiken bastelt, bespielt er die großen Stages auf Festivals und sorgt mit seiner witzigen Art für eine extra Portion Stimmung in unserer Agentur.

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