Safari Update: Neue Funktion blockt Conversion-Tracking

Auf der kürzlichen Apple Präsentation wurde nicht nur das neue iPhone vorgestellt.  Auch die neueste Version des Apple-Browsers Safari sorgt nun für Aufsehen. Safari 11 besitzt nämlich einen eingebauten Trackingschutz, der alles weg blockt, was nur irgendwie Daten des Users sammelt. Was das Safari Update für Marketer bedeutet, erklären wir euch in diesem Beitrag.

Safari Update mit schlimmen Folgen für Marketer

Schon im Juni hatte Apple angekündigt, dass die nächste Version von Safari seitenübergreifendes Tracking verhindern soll. Damit soll verhindert werden, dass Werbeanbieter User über mehrere Seiten hinweg verfolgen können, ohne, dass diese es merken. Nun macht Apple seine Drohung war und es kommt sogar noch schlimmer für Marketer.

Zum einen kann der intelligente Trackingschutz nach dem Safari Update von den Usern nicht mehr geändert werden. Viel schlimmer ist jedoch, dass AdWords Conversion-Tracking und Remarkting-Listen via Safari nicht mehr funktionieren. Hierüber gibt es künftig nur noch Hochrechnungen, basierend auf historischen Werten, sprich: Google kann nur noch schätzen, wie viel Traffic und Conversions über Safari-User zu verzeichnen sind.

Kommen viele User über Safari auf eure Website oder Shop, dann gehen euch mit der neuen Version wichtige Daten verloren. In Deutschland nutzen derzeit etwa 20% der User den Safari Browser.

Was könnt ihr tun?

Zunächst könnt ihr erstmal nur in Google Analytics und AdWords beobachten, wie sich der Traffic und die Conversions in Summe in Bezug auf Safari entwickeln. Wenn Einbrüche stattfinden, dann müsste also klar sein, womit das zusammenhängt.

Laut unseren Informationen wird bei Google bereits am Trackingcode gearbeitet. Die Lösung soll eine neue Art von Cookie sein, der mit den Guidelines von Safari konform geht. Bislang laufen Conversion-Cookies, die das Tracking erst möglich machen, über die Googleadservices.com-Domain. Man spricht hier von einem third-party Cookie. Genau das verstößt jedoch gegen die neuen Richtlinien von Safari 11. Der sogenannte _gac-Cookie läuft hingegen über die Domain des Advertisers und soll das Conversion-Tracking wieder möglich machen.

Was bedeutet das nun für euch? Wenn ihr die automatische Tag-Kennzeichnung in all euren AdWords Accounts aktiviert und Google Analytics mit AdWords verknüpft, ändert sich für euch erstmal nichts. Der neue Cookie greift zeitgleich mit dem Safari Update und eure Daten dürften erhalten bleiben.

Könnt ihr diese Voraussetzungen allerdings nicht erfüllen, müsst ihr bei Safari-Usern, die sich auf eurer Website oder in eurem Shop bewegen und konvertieren, leider mit Schätzwerten von Google Analytics leben.

Das Safari Update kommt zusammen mit dem neuen Betriebssystem iOS 11 und  ist ab 19. September verfügbar. Auf dem Desktop heißt die aktuellste Version macOS 10.13 und kommt am 25. September.

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