SEO in 2015 – Sieben Mal keine Links

Themen, die in der Suchmaschinen-Optimierung auch im nächsten Jahr vermehrt eine Rolle spielen werden, gibt es viele. Wir haben sieben davon ausgewählt, die ganz offensichtlich auch für Google wichtig sind und mit denen wir uns täglich für unsere Kunden befassen:

1. Mobile: Dem Trend zur Internetnutzung mit tragbaren Geräten laufen Google ganz besonders eifrig hinterher, nicht weil sie das von sich aus so gut fänden, sondern weil sie müssen. 2015 wird das Jahr, in dem die Hälfte des Internetverkehrs über Tablet und Mobiltelefon laufen wird und Google will auch auf dem Handy die beliebteste Suchmaschine bleiben. Die Einführung der Site-Diagnose für mobile Geräte in den Webmastertools und das neue Test-Tool „Mobile friendly“ zeigen das ganz deutlich. Sites, die an Mobile angepasst sind, werden auf jeden Fall in der mobilen Suche und vielleicht sogar in der Desktop-Suche Rankingvorteile haben.

2. Geschwindigkeit: Auch darauf legt Google immer mehr Wert, was zum Teil mit dem mobilen Trend zusammenhängt. Der Nutzer, der mit dem Handy surft, hat genau 3 Sekunden Geduld auf sein Suchergebnis zu warten. Google selbst haben uns auf dem TC-Treffen im September in beeindruckender Weise vorgemacht, wie sie auch noch das letzte Zehntel einer Sekunde aus der Performance ihrer eigenen User-Interfaces herausholen. Auch wir testen Sites routinemäßig u.a. mit Pagespeed-Insights von Google selbst.

3. Https: Die Chrome-Entwickler überlegen bereits, Seiten, die über das einfache HTTP-Protokoll ausgeliefert werden im Browser als „unsicher“ zu kennzeichnen – das sagt alles.
Die gepriesenen Rankingvorteile für HTTPS-Sites sind bisher jedenfalls nirgends zu erkennen. Wenn nichts Anderes dagegen spricht, raten wir vorsichtshalber dennoch zur Umstellung, bei einigen Themen mag sich auch der User auf einer HTTPS-Seite sicherer fühlen.

4. Usersignale: Waren vor einiger Zeit Links noch die wichtigsten „Abstimmungs“-Kriterien, anhand derer Google die Popularität von Websites messen wollte, sind längst User-Behavior und User-Satisfaction die geheimen „Votes“ nach denen sich Google richtet. Ein testweise gut geranktes Suchergebnis kann sich nur dann auf seiner Position halten oder verbessern, wenn es anhaltend mindestens durchschnittliche Click-Through-Raten auf den SERPs erzielt. Kommt der User üblicherweise wieder zur Suche zurück und klickt ein anderes Ergebnis oder sucht sogar durch Refining weiter, ist das für Google ein Signal, dass der User mit dem Suchergebnis wahrscheinlich wenig anfangen kann, und dass es durch ein anderes ersetzt werden sollte. Sites, die durch die Eingabe ihrer Adresse oder ihres Namens (Brand, Marke) gesucht und gefunden werden, geben Google ein weiteres Signal für Nützlichkeit und Beliebtheit. Das sind Daten, auf die auch wir regelmäßig achten.

5. Orthographie: Das mag überraschend klingen und ist auch nur ein Detail, aber Google sind hier von Natur aus Pedanten. Die denkbar einfachste Qualitätsüberprüfung neuer Seiten ist die Feststellung, ob alles richtig geschrieben ist. Dazu brauchen sie nicht einmal den Abgleich mit einem virtuellen Wörterbuch, sondern einfach mit der Statistik, denn wer hat mehr Daten zu Schreibweisen von Worten als Google, erstens in den indizierten Dokumenten und zweitens in der Masse der durchgeführten Suchen. Wie gut die Erkennung funktioniert, zeigen die Funktionen „Stattdessen suchen nach …“ und „Meinten Sie …“, wie hier: Waildmann

6. Internationalisierung: Hier scheint für viele kommerzielle Sites häufig noch Potenzial brach zu liegen, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, alle liegen in der EU, haben die gleiche Währung – und vielleicht noch Bedarf nach genau diesem oder jenem Online-Angebot? Manchmal möchten Sites sogar international aufgestellt sein, kommmen aber wegen einfacher technischer Fehler nicht richtig zum Zuge. Das Geotargeting für Google kann tricky sein, aber von womöglich noch freien ccTLDs über die Webmastertools-Einstellungen bis hin zu hreflang-Tags gibt es einfache Hilfsmittel, internationalen Traffic schon in der Suchmaschine selbst richtig zu lenken, noch bevor er überhaupt auf der Site landet.

7. Youtube: Last but not least sei daran erinnert, dass weder Bing, noch Baidoo oder Yandex – sondern Youtube nach Google die zweitgrösste Suchmaschine der Welt ist! Das sollte jedem Site-Betreiber zu denken geben, der noch keinen Youtube-Kanal aufgemacht hat oder den vorhandenen vernachlässigt. Daneben sehen auch Social-Media, wie Facebook oder Google-Plus eher weniger wichtig aus. Ein Video sagt mehr als 1.000 Worte …

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