So erhöht ihr mit YouTube Werbung eure Reichweite und Conversions

YouTube ist eine gestandene Größe unter den sozialen Netzwerken und längst nicht nur Plattform für Katzenvideos und Make-up-Tutorials. Mit dem richtigen Videocontent zur richtigen Zeit können Marketer ihre Zielgruppe erreichen, Emotionen wecken und letztlich die Conversion Rate und ihre Reichweite erhöhen. Wie das funktioniert, welche Anzeigenformate, wie erstellt werden und wie gute YouTube Werbung aussieht, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Warum YouTube Werbung?

Diese Frage lässt sich recht einfach mit aktuellen Zahlen und Fakten zur Plattform YouTube beantworten. Laut Google schauen sich 68% aller Onlinekäufer zwecks Produktrecherche Videos des gesuchten Produkts an, bevor sie ihre Verkaufsentscheidung treffen. Überhaupt ist YouTube zur Produktsuchmaschine geworden. 64% suchen hier gezielt nach Produkten. Das Videonetzwerk verzeichnet so 35,4 Mio. unique User pro Monat!

YouTube Stat

Google liefert einige interessante Einblicke in Zahlen und Fakten zu YouTube. / Foto: Google

Wie die Zahlen belegen, lohnt es sich, hier Werbung zu schalten, um neue Zielgruppen zu erschließen und bestehende auch hier abzuholen. Video ist Contentking. Das ist nicht nur bei YouTube so. Bewegte und vertonte Bilder wecken die Emotionen des Users am besten. Die Nutzerzahlen von YouTube sind in den vergangenen drei Jahren außerdem noch einmal deutlich angestiegen.

Wie kann ich auf YouTube werben?

YouTube bietet viel Platz für Werbung und daher auch diverse Ad-Formate. Sie sind in drei Hauptformate unterteilt – TrueView In-Stream-, TrueView Discovery-, und Bumper-Anzeigen. Wir stellen sie euch hier mit ihren Merkmalen vor:

TrueView In-Stream-Videoanzeigen

Diese Werbeclips werden vor, während oder nach anderen Videos ausgespielt und können nach 5 Sekunden vom User übersprungen werden. Sie können sowohl auf den YouTube-Wiedergabeseiten als auch auf Partnerwebsites oder in Apps des Displaynetzwerkes von Google ausgeliefert werden. Das gilt übrigens für Desktops, Mobilgeräte, Smart-TV’s und Spielekonsolen, über die auf YouTube zugegriffen wird.

Der Vorteil für jeden Werbetreibenden: Die Anzeigen kosten nur etwas, wenn User mit ihr interagieren, d.h. klicken oder wenn sie die Anzeige nicht innerhalb der ersten 5 Sekunden überspringen. So zahlt ihr nur für Anzeigen, die auch wirklich Interessenten erreicht haben.

YouTube Werbung

So können In-Stream Anzeigen aussehen. Nach 5 Sekunden erscheint rechts der Button zum Skippen. Unten links wird kenntlich gemacht, dass es sich um eine Anzeige handelt und wer dafür verantwortlich ist. / Screenshot

Noch gibt es auch Videoanzeigen, die vom User nicht übersprungen werden können. Noch? Ja, ihr habt richtig gelesen, denn YouTube hat bereits verlauten lassen, dass überlegt wird, diese Art der Anzeigen aus dem Angebot zu löschen. Der Vollständigkeit halber listen wir sie in diesem Beitrag noch mit auf, denn noch gibt es sie wie gesagt.

Wann und ob die Ausspielung eingestellt wird, weiß nur YouTube, schließlich bringen diese Anzeigenformate noch immer am meisten Geld ein, denn der User muss sie sich ansehen, bevor es weiter zum eigentlichen Video geht, d.h. das Werbebudget für die 15 bis 20 Sekunden langen Clips ist entsprechend hoch.

Insgesamt können In-Stream Videoanzeigen bis zu 30 Sekunden dauern, dann müssen sie jedoch überspringbar sein. Man kann halt nicht alles haben.

TrueView Video Discovery Anzeigen

Hinter diesem fancy Namen verbergen sich die guten alten Display-Anzeigen. Diese Anzeigen werden nicht direkt im YouTube-Videoplayer abgespielt. Sie tauchen an gut sichtbaren Stellen auf, z.B. über den „ähnlichen Videos“, rechts neben dem Videoplayer.

Es gibt jedoch noch andere Orte, an denen die Anzeige platziert werden kann:

  • In den YouTube-Suchergebnissen
  • Auf der YouTube-Startseite
  • Als Overlay auf einer YouTube-Wiedergabeseite (468 x 60 oder 728 x 90 Pixel)
  • Auf Videowebsites oder in Apps von Partnern im Displaynetzwerk
YouTube Werbung

In diesem Beispiel wurde die Anzeige direkt über den anderen Videovorschlägen ausgespielt. Beim Klick landet man auf einer Playlist. / Screenshot

Die Anzeige besteht aus einem Thumbnail eures Videos und ein wenig Text darunter. Beim Klicken der Anzeige landet der User entweder direkt auf dem YouTube-Video, einer Playlist oder auf eurem Kanal. Die Größe der Anzeige kann, je nach Platzierung, variieren. Bezahlen müsst ihr die Anzeige nur, wenn sie auch geklickt wird.

Dieses Anzeigenformat eignet sich besonders gut, um Reichweite mit dem eigenen Videocontent zu erreichen. Ihr könnt User direkt auf euren Channel oder eine eure Playlists ziehen, damit der User euren Content und eure Marke kennenlernt.

Bumper-Anzeigen

Übersetzt heißt „Bumper“ Stoßstange. Diese Anzeige besteht aus einem sehr kurzen Werbeclip, der auf eure Produkte oder eure Marke aufmerksam macht. So überzeugt ihr User mittels der Stoßstange, sich auch das ganze Auto anzusehen.

Das muss sehr schnell gehen, denn Bumper-Anzeigen sind höchstens 6 Sekunden lang, können aber dafür vom User nicht übersprungen werden. Sie erscheinen entweder vor, während oder nach einem Video und sehen ansonsten genauso aus, wie die In-Stream Videoanzeigen – nur eben ohne „Überspringen“-Button.

Die Bezahlung läuft hier allerdings ein wenig anders, als bei den anderen Anzeigen. Ihr bezahlt nämlich auf der Basis von Impressionen. Für Bumper-Anzeigen werden CPM-Gebote (Cost-per-1000-Impressions) verwendet. Das heißt, eine Zahlungseinheit entspricht 1.000 sichtbaren Impressionen.

Wie läuft das Targeting auf YouTube?

Wie auf anderen Plattformen, habt ihr auch bei YouTube Werbung die Möglichkeit, eure Zielgruppe einzugrenzen. Neben Geschlecht, Alter, Elternstatus und Haushaltseinkommen könnt ihr Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen ansteuern. Hier geht es um die Reichweite eurer YouTube Anzeige. Ihr könnt Büroarbeiter, Nachrichteninteressierte oder auch Bastler & Heimwerker ansprechen.

YouTube Werbung

Die Basis-Informationen solltet ihr immer auswählen, damit ihr eure Zielgruppe eingrenzt. / Screenshot

Wenn es um den Verkauf, sprich den ROI geht, könnt ihr direkt kaufbereite Zielgruppen auswählen. Auch hier sind die Einstellungsmöglichkeiten groß. Ihr könnt zum Beispiel wählen, ob es um Autos und Fahrzeuge oder Baby- und Kinderartikel geht.

YouTube Werbung

Was und wen wollt ihr mit eurer Anzeige erreichen? Diese Frage solltet ihr beantworten können, bevor es ans Targeting geht. / Screenshot

Wie sollte YouTube Werbung aussehen?

Beim Videocontent kommt es darauf an, die User zur Interaktion zu bewegen. Involviert eure Zielgruppe und bietet ihnen einen echten Mehrwert, statt einer bloßen Produktpräsentation. Information geht über bloßen Verkauf. Wenn ihr authentische und relevante Informationen zu eurem Produkt liefert und den User abholt, habt ihr gute Chancen, dass er mehr erfahren will.

Tipp: Wenn ihr euch nicht sicher seid, wie gut die Leute über euer Produkt bescheid wissen und was erklärt werden muss bzw. was nicht, dann geht genau darauf ein. Es wird „Anfänger“ in eurer Zielgruppe geben, die erst an das Thema herangeführt werden müssen. Andere kennen sich jedoch schon besser damit aus. Zweitere würde sich nur langweilen, wenn ihr mit eurem Content beim Urschleim ansetzt.

Liefert also Content für beide und lasst den User in eurer Anzeige wählen, welcher Content für ihn interessant ist. Klicken sie auf das erste Fenster, gelangen sie zu einem Video, das die Basics erklärt. Profis sehen hingegen eine Version für Fortgeschrittene. So zeigt ihr eurer Zielgruppe, dass ihr euch um ihre Bedürfnisse kümmert und für jeden ein echter Problemlöser seid.

Harvey Keitel Winston Wolf GIF - Find & Share on GIPHY

Fazit

YouTube Werbung kann euch in Zeiten von Video First einen echten Boost in Sachen Reichweite und letztlich auch Conversions geben. Gerade Nischenprodukte haben auf YouTube gute Chancen, denn die Werbeplätze sind noch nicht so hart umkämpft, wie beispielsweise bei Google AdWords. Viele Unternehmen stehen in Sachen Videocontent noch ganz am Anfang und beginnen langsam, eigenen Content zu produzieren. Mit einer guten Videoanzeige könnt ihr euch also einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Wir fassen noch einmal das Wichtigste für gute YouTube Werbung zusammen:

  • Der Content sollte professionell, aber auch authentisch sein.
  • Involviert eure User und macht klar, was sie tun sollen.
  • Schafft einen Mehrwert, in dem ihr ein Problem aufzeigt und die Lösung parat habt.
  • Überlegt euch genau, wer einen Mehrwert durch eure Anzeige und euren Videocontent bekommen soll und passt die Einstellungen für das Targeting entsprechend an.
  • Wählt dann aus, welches Anzeigenformat eure Botschaft am besten vermittelt.

Wer beim Erstellen von YouTube Ads oder von Videocontent (Konzept, sowie Produktion) Unterstützung braucht, dem stehen wir natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr wollt mehr über den Upload und das Posting von Videos auf YouTube erfahren? Dann empfehlen wir euch diesen Beitrag: https://www.effektiv.com/tipps-fuer-den-perfekten-social-media-post-3939.html

Eine sehr übersichtliche Auflistung der Anzeigenformate findet ihr außerdem hier: https://support.google.com/youtube/answer/2467968?hl=de

 

 

 

 

Beitragsfoto: iStock/gerenme

Kommentare(2)

  • Hi, warum ist die Studie von "Vertical Trends" nicht verlnkt? Im Nezt findet man dazu auch nichts.

    • Hi Mo,sorry für die späte Antwort. Wir haben selbst noch einmal recherchiert und den Artikel aktualisiert, denn wir sind auf aktuellere Zahlen gestoßen. Wir hoffen, dir damit helfen zu können. Vielen Dank auf jeden Fall für den Hinweis. :-)dein E-Team.

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